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Alltag bei pulmonaler Hypertonie

Lungenhochdruck, im Fachjargon auch pulmonale Hypertension oder pulmonal-arterielle Hypertonie genannt, bedeutet für die Betroffenen und ihre Angehörigen erhebliche Einschränkungen in den normalen Alltagsabläufen. Dennoch gilt es, ein Maximum an Lebensqualität zu sichern.

Die Auswirkungen des Lungenhochdrucks bekommt ein Patient schnell zu spüren: Durch den erhöhten Druck im kleinen Lungenkreislauf führen bereits kleine Anstrengungen und Belastungen wie Treppensteigen zu Atemnot, Herzstolpern oder sogar plötzlich auftretenden kleinen Ohnmachtsanfällen (Synkopen). Wenn die rechte Herzkammer nicht mehr richtig pumpen kann, besteht zusätzlich die Gefahr von Wasseransammlungen (Ödemen) in den Beinen.

Führen Sie Tagebuch

Sie sollten sich regelmäßig Notizen machen oder ein Tagebuch führen und aufl isten wenn Sie sich besonders müde gefühlt haben. Sie werden feststellen, dass bestimmte Aktivitäten, Tageszeiten oder bestimmte Emotionen wie Stress oder Angst bei Ihnen tendenziell Müdigkeit auslösen. Ein Tagebuch kann Ihnen dabei helfen, die Zeiten zu erkennen, wann Sie sich am besten fühlen und welche Aktivitäten Sie die meiste Energie kosten. Dadurch können Sie sich an die jeweiligen Situationen anpassen und sowohl Ihre Alltagsaktivitäten als auch größere Ereignisse in Ihrem Leben planen und durchführen.

So optimieren Sie Ihren Alltag

Die folgenden Verhaltensregeln und Tipps helfen Ihnen dabei, besser durch den Tag zu kommen:

  • Vermeiden Sie körperliche Überlastungen. Sobald Sie merken, dass bei einer Aktivität die Luft knapp wird, brechen Sie ab. Plötzliche oder hohe Belastungen (Laufen, schnelles Treppensteigen) sind natürlich tabu.
  • Bewegen Sie sich, aber moderat. Bewegung tut dem Körper gut. Sie fördert die Durchblutung, festigt das Gewebe und hält fit.
  • Machen Sie Krankengymnastik. Lassen Sie sich von erfahrenen Krankengymnasten zeigen, mit welchen Übungen Sie bestimmte Muskelgruppen gezielt trainieren können und welche Dehnungsübungen sinnvoll sind.
  • Ernähren Sie sich gesund. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind tabu. Achten Sie darauf, Spurenelemente (vor allem Kalium und Magnesium), Vitamine und Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Optimal sind Vollkornprodukte sowie frisches Obst und Gemüse. Zucker und Kochsalz sind zu meiden. Achten Sie besonders auf die Salzanteile in Fertigprodukten, Wurst und Käse sowie Knabbergebäck.
  • Trinken Sie kontrolliert. Die aufgenommene Flüssigkeit muss auch wieder ausgeschieden werden. Schwellungen im Knöchelbereich oder Atemnot sind Alarmzeichen für Wassereinlagerungen.
  • Wiegen Sie sich täglich. Tun Sie dies jeweils zur gleichen Tageszeit und schreiben Sie das Ergebnis auf. Bei raschen Gewichtszunahmen (mehr als ein Kilo am Tag oder von mehr als zwei Kilo in einer Woche) sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.
  • Lachen Sie! „Lachen ist die beste Medizin! Es geht nicht darum länger zu leben und keinen Spaß dabei zu haben!“ (Zitat Gerry Fischer; Obmann Initiative Lungenhochdruck)

Betrachten Sie diese Verhaltensregeln nicht als Einschränkungen, sondern als Chance. Eine positive Lebenseinstellung hilft, besser mit der Erkrankung umzugehen.

Die Ergebnisse der internationalen Studie „Auswirkungen der pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) auf das Leben der Patienten und pflegenden Angehörigen“ können Sie hier downloaden: Studienergebnisse.



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