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Urlaub trotz Lungenhochdruck

Lungenhochdruck und Urlaub – das erscheint vielen unvereinbar. Doch das muss es nicht sein. Zwischen den beiden Extremen „Abschied vom Urlaub“ und „Urlaub um jeden Preis“ gibt es auch für Lungenhochdruck-Patienten viele  Kompromisslösungen. Vorausgesetzt, man beachtet die  individuellen Grenzen, die die Krankheit setzt.

Während andere Menschen meist unbeschwert und sogar spontan verreisen können, müssen Lungenhochdruck-Patienten sehr viel mehr Rücksicht nehmen auf ihre körperliche Konstitution. Eine gründliche Planung und Vorbereitung ist dabei das A und O.

Tipps für den Urlaub mit pulmonal-arterieller Hypertonie

Die folgenden Tipps helfen Ihnen bei der Planung und Vorbereitung Ihres Urlaubs:

  • Arzt mit einbeziehen: Viele Fragen kann nur Ihr Arzt klären: Wer als Lungenhochdruck-Patient einen Urlaub oder eine Reise unternehmen möchte, sollte auf jeden Fall bereits im Vorfeld seinen Arzt informieren und um Rat bitten. Er weiß am besten, was Sie sich zumuten dürfen und was nicht mehr. Dabei muss auch die Frage der zusätzlichen Sauerstoffversorgung geklärt werden. Und er kann Ihnen möglicherweise sogar mit seinen Kontakten weiterhelfen.
  • Medizinische Versorgung vor Ort: Auch am Urlaubsort muss die ärztliche Versorgung sichergestellt sein. Je länger und weiter entfernter die Reise sein soll, desto wichtiger ist dies. Fragen Sie Ihren Arzt deshalb nach einem Fachkollegen vor Ort. Optimal wäre ein PAH-Zentrum. Vielleicht kann Ihr Arzt sogar bereits vorab Kontakt mit den Kollegen aufnehmen. Informationen diesbezüglich finden Sie unter www.lungenhochdruck.at
  • Höhenlagen meiden: Für Sie als Lungenhochdruck-Patient sind einige Urlaubsziele leider tabu. Höhenlagen über 1500 Meter sind bereits als äußerst kritisch anzusehen. In diesen Höhen ist der Sauerstoffgehalt in der Luft für Sie nicht mehr ausreichend. Ebenfalls tabu sind extreme Temperaturen und Trockenheit.
  • Flugreisen: Flugreisen sind sehr problematisch, vor allem, wenn sie lange dauern und/oder in großen Höhen stattfinden. Eine Flughöhe von 9.000 bis 11.000 m entspricht etwa den Außenbedingungen bei 2.000 bis 2.500 Metern. Dies ist ohne zusätzlichen Sauerstoff kaum noch zu bewältigen. Falls dies für Sie in Frage kommt, müssen Sie das Thema frühzeitig mit dem Reiseunternehmen und der Fluggesellschaft klären.
  • Reisen mit Sauerstoff: Achten Sei darauf, dass die Gasflaschen am Reiseziel ausgetauscht werden können. Die Krankenkassen haben in der Regel eine Liste mit Sauerstoff-Partnern im Ausland. Auch sollten Sie immer mit Verzögerungen rechnen im Hinblick der Akkukapazität. . Die Selbsthilfegruppe verleiht gerne sogenannte „Sauerstoffkonzentratoren“ (Kontakt: www.lungenhochdruck.at oder Frau Eva Otter: 0664/2880888).
  • Medikamente: Besprechen Sie mit Ihrem behandelndem Arzt die Frage, wie sie mit einer Zeitverschiebung umgehen sollen. Beachten Sie insbesondere bei Flugreisen die Einfuhrbestimmungen von Medikamenten! Zudem sollten Sie Medikamente immer im Handgepäck mitführen, so sind Sie auch auf der sicheren Seite, wenn der Koffer verloren gehen sollte.
  • Reisezeit: Reisen Sie im Frühling oder im Herbst. Einerseits ist zu diesen Zeiten deutlich weniger Reiseverkehr und in vielen Regionen herrscht dann für Sie optimales Klima, beispielsweise in Südfrankreich oder auf den Balearen.
  • Wohnmobile können eine tolle Alternative für Patienten sein, die mehr sehen wollen als das Hotel und den Strand. Da Sie jederzeit eine Rast einlegen können, sind Sie nicht auf womöglich anstrengende Tagesausflüge in die Umgebung oder in eine Stadt angewiesen. Sie schaffen sich Ihre Urlaubsbedingungen und den Zeitrahmen einfach selbst.

 

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