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Lebenshilfe
Lungenhochdruck und die Familie

Lungenhochdruck und die Familie

4. Februar 2013

Eine chronische Erkrankung wie Lungenhochdruck hat immer auch Auswirkungen auf das Umfeld des Patienten, besonders die Familie. Erhöhte psychische Belastungen und drastische Änderungen des alltäglichen Lebens führen nicht selten dazu, dass die Familie zerbricht.

Wenn bei einem Patienten Lungenhochdruck diagnostiziert wird, bedeutet dies für den Patienten selbst und für seine Angehörigen einen Schock. Die Diagnose und auch die damit zusammenhängende Prognose lassen Lebenskonzepte und familiäre Planungen zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Erschwerter Alltag auch für die Angehörigen

Je nach Schwere der Erkrankung kann der Patient viele Dinge des Alltags nicht mehr selbst erledigen. Bei Hausarbeiten wie Bettenmachen oder Staubsaugen stößt der Patient bereits an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Treppensteigen oder gar Einkaufen werden nahezu unmöglich. Spazierengehen ist für viele Patienten schon nicht mehr realistisch.

Für Besorgungen oder gar die Fahrten zum Arzt oder Therapeuten ist der Patient auf fremde Hilfe angewiesen.

So bleiben viele Arbeiten und Erledigungen an den anderen Familienmitgliedern hängen oder auch ungetan. Damit stößt auch die Familie schnell an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit.

Hinzu kommen die Sorgen und Ängste um den kranken Angehörigen. Jede zu große Anstrengung kann lebensbedrohlich werden. Schlechtes Gewissen einerseits und eine Neigung zur Überfürsorge und zum Bemuttern andererseits bringen die Angehörigen in ein Wechselbad der Gefühle.

Wenn der Patient bisher der Hauptverdiener war, wird es auch finanziell schwierig. Der Partner muss vielleicht einen Vollzeitjob annehmen und diesen in dem Wissen ausüben, dass zu Hause der kranke Partner auf sich alleine angewiesen ist.

Besondere Probleme für Patientinnen

Wird bei einer Frau ein Lungenhochdruck diagnostiziert, tauchen zusätzlich ganz andere Probleme auf. Die Versorgung eines kleinen Kindes ist allein kaum noch zu leisten. Der Wunsch nach einem weiteren oder eigenen Kind wird sich wohl nicht mehr realisieren lassen, denn eine Schwangerschaft bedeutet Lebensgefahr für die Patientin und das Neugeborene.

Empfehlenswert und auch entlastend für Patient und Angehörige kann in jedem Fall eine psychologische bzw. „lebenspraktische“ Beratung sein.



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