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Bauchfett: Zentimeter sagen mehr aus als Kilos

Bauchfett: Zentimeter sagen mehr aus als Kilos

31. Juli 2017

Fettpölster sind nicht nur lästig, sondern auch ungesund. Als problematisch gilt vor allem das Fett an der Bauchregion.

Warum Bauchfett so ungesund ist

Übergewicht ist ohne Frage ungesund. Es erhöht das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ob ein Mensch normalgewichtig ist, Übergewicht hat oder adipös (fettleibig) ist, machen Mediziner am Body-Mass-Index (BMI) fest. Allerdings sagt der Bauchumfang mehr über das Gesundheitsrisiko aus, als das Gewicht oder der BMI. Der Bauchumfang ist dabei ein Maß für das sogenannte viszerale Fett, welches sich zunächst innerhalb der Bauchhöhle um die Organe herum ablagert und bei starker Fetteinlagerung schließlich als „Bauchfett“ sichtbar wird.

Dieses Bauchfett ist stoffwechselaktiv, deshalb kann man die Gesamtheit des viszeralen Fetts auch als das größte Drüsenorgan des Körpers bezeichnen. Die Fettzellen im viszeralen Fettgewebe bilden mehr als 200 Botenstoffe, welche sich auf den Blutdruck auswirken, die Insulinfreisetzung beeinflussen und Entzündungen auslösen können.

Ab wann ist der Bauchumfang zu groß?

Forscher haben nach Auswertung großer Mengen an Studiendaten einen Richtwert für den Bauchumfang festgelegt(1). Ist der Bauchumfang beim Mann kleiner als 94 Zentimeter und bei Frauen kleiner als 80 Zentimeter besteht nur ein geringes Risiko für Folgeerkrankungen.

Der kritische Wert, ab dem Sie über eine Ernährungsumstellung nachdenken sollten, liegt bei

  • 102 cm Bauchumfang bei Männern
  • 88 cm Bauchumfang bei Frauen

So messen Sie Ihren Bauchumfang richtig:

  • Immer morgens vor dem Frühstück unbekleidet im Stehen messen
  • Legen Sie das Maßband dort an, wo der Bauch den größtem Umfang hat (meist ungefähr in Höhe des Nabels)
  • Atmen Sie aus und messen Sie dann (ohne den Bauch einzuziehen)
  • Notieren Sie Ihren Bauchumfang, damit Sie Änderungen kontrollieren können

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Bei einer Gewichtsabnahme verschwindet als erstes das besonders aktive Bauchfett-Gewebe. Jede Reduktion des Bauchumfanges um nur einen Zentimeter senkt das Risiko für die oben genannten Erkrankungen um 5 Prozent.

(1) Lean et al. BMJ 2001;322(7288):716-20

BLOG 031 / 2017



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