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Lebenshilfe
Behördliche Unterstützung bei Lungenhochdruck

Behördliche Unterstützung bei Lungenhochdruck

29. Mai 2013

Lungenhochdruck ist eine schwere, chronische Erkrankung. Sie haben jedoch Anspruch auf behördliche Hilfe und Leistungen. Die wichtigsten stellen wir Ihnen vor.

Grad der Behinderung: > 50%

Bei  Lungenhochdruck ab einschließlich NYHA Stufe III sollten Sie auf jeden Fall zunächst einen Behinderungsgrad von über 50 Prozent beantragen. Bereits ab Antragsstellung genießen Sie Kündigungsschutz. Den Antrag stellen Sie bei der für Sie zuständigen Landesstelle des Bundessozialamtes.

Behindertenpass

Ebenfalls beim Bundessozialamt beantragen Sie den Behindertenpass.

Das Antragsformular  können Sie sich bequem von zu Hause aus online herunterladen: Rufen Sie dazu die Seite der Bundesregierung auf (https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public) und klicken Sie zunächst links auf Behinderung, dann rechts oben unter Behindertenausweise auf Behindertenpass. Ganz unten finden Sie Formulare zum Behindertenpass. Von dort aus gelangen Sie zu Behindertenpass – Antrag auf Ausstellung. Laden Sie sich das Dokument im Format DOC, RTF oder XLS herunter.

Für den Antrag benötigen Sie ein gültiges Lichtbild sowie Nachweise (Arztberichte, Gutachten, Befunde, Urteile) Ihrer Erkrankung.

Tipp: Weitere finanzielle und praktische Vergünstigungen, wie zum Beispiel eine Gratis-Vignette, können Sie in Anspruch nehmen, wenn Sie sich den Zusatz „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel“ eintragen lassen.

Arbeitsrecht

Bei einem anerkannten Behinderungsgrad über 50 Prozent genießen Sie Kündigungsschutz.

Inwieweit die Voraussetzungen für Berufsunfähigkeit, Invalidität oder Arbeitsunfähigkeit gegeben sind, stellt der Pensionsversicherungsträger aufgrund einer ärztlichen Begutachtung fest. Der Antrag kann zunächst formlos erfolgen.

Pflegegeld

Wenn Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, haben Sie Anspruch auf Pflegegeld. Auch als Berufstätiger.

Das Pflegegeld können Sie  formlos beantragen. Daraufhin erhalten Sie die erforderlichen Formulare, die Sie ausgefüllt, unterschrieben und mitsamt Belegen an den zuständigen Entscheidungsträger schicken. Dies ist in der Regel die Pensionsversicherungsanstalt.

Vergünstigungen

Weitere Vergünstigungen können Sie unter Umständen auch erhalten für

Hilfe und Beratung zu den einzelnen Themen erhalten Sie auf den Internetseiten der Bundesregierung oder bei den entsprechenden Behörden vor Ort.

Bei arbeitsrechtlichen Fragen können Sie sich, sofern vorhanden, auch an Ihren Betriebsrat wenden.

Nutzen Sie jede Hilfe, die sich Ihnen bietet, und lassen Sie sich nicht abwimmeln. Sicher haben auch Sie – gerade in Ihrer Situation als Lungenhochdruck-Patient – nichts zu verschenken.

Weiterführende Informationen über Service und Beratungsleistungen finden Sie unter www.lungenhochdruck.at. Ihre Kontaktperson zur Selbsthilfegruppe Lungenhochdruck ist Frau Eva Otter: 0664/2880888.

 



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