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Lungenhochdruck
Blutdruck: So kommt der Druck in den Gefäßen zustande

Blutdruck: So kommt der Druck in den Gefäßen zustande

28. August 2017

Um Nährstoffe und Sauerstoff im gesamten Körper zu verteilen, pumpt das Herz Blut in alle Körperregionen. Dazu schlägt es rund 70 bis 80 Mal pro Minute und pumpt dabei zwischen vier und sechs Liter Blut. Das Herz besteht aus dem rechten und linken Vorhof sowie aus der rechten und linken Herzkammer, welche jeweils mit zwei separaten Kreislaufsystemen verbunden sind: dem großen und kleinen Blutkreislauf.

Großer Blutkreislauf (Körperkreislauf)

Die linke Herzseite pumpt das Blut in den großen Blutkreislauf (Körperkreislauf). Durch die Aorta, die große Hauptschlagader, verteilt es sich über immer feiner werdende Gefäße im gesamten Körper und versorgt alle Körperzellen. Über die Venen wird das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen transportiert.

Kleiner Blutkreislauf (Lungenkreislauf)

Sauerstoffarmes („verbrauchtes“) Blut gelangt in den rechten Vorhof des Herzens. Es wird über die rechte Herzseite durch die Lungenschlagader zur Lunge gepumpt. Dort gibt es Kohlendioxid ab und nimmt neuen Sauerstoff auf, welcher anschließend wieder über die linke Herzseite im Körper verteilt wird.

Diese Faktoren beeinflussen den Blutdruck

Spricht man vom Blutdruck, ist der Druck in den größeren Arterien des Körperkreislaufs gemeint. Stress und körperliche Belastungen führen zu einem Blutdruckanstieg, welcher den Körper an den erhöhten Sauerstoffbedarf anpasst. Der Blutdruck im großen Körperkreislauf wird von mehreren regulatorischen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem:

  • Signale der Nerven (Sympathikus und Parasympathikus) führen zu einer schnellen Änderung des Blutdrucks (innerhalb von Minuten), indem sie die Weite der Gefäße und die Herzaktivität beeinflussen.
  • Hormone wie Renin oder Angiotensin regulieren den Blutdruck, aber auch Schilddrüsenhormone, Adrenalin und andere Hormone haben einen Einfluss.
  • Das Blutvolumen kann über die Wasserausscheidung in der Niere reguliert werden. Eine größere Blutmenge ist mit einem höheren Blutdruck verbunden.
  • Auch eine vermehrte Salzaufnahme (Kochsalz) und ein Ungleichgewicht im Salzhaushalt können den Blutdruck erhöhen.

Anders sieht es beim Blutdruck im Lungenkreislauf aus. Er ist deutlich niedriger als im Körperkreislauf und schwankt weniger stark. Einfluss auf den Lungendruck haben unter anderem der Blutdruck im Körperkreislauf, die Lungenfunktion und die Herzfunktion. Viele weitere Informationen zum Lungendruck und Lungenhochdruck finden Sie hier auf ruhigatmen.at.

BLOG 035 / 2017



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