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Burn-out bei Angehörigen: Die ersten Warnzeichen

Burn-out bei Angehörigen: Die ersten Warnzeichen

23. März 2015

Berufliche Belastungen, die Schwierigkeiten der häuslichen Pflege, die Sorge um den Patienten: Gerade pflegende Angehörige sind sehr gefährdet „auszubrennen“. Die Stress-Symptome eines Burn-outs können weitreichende Folgen haben. Achten Sie deshalb auf erste Anzeichen bei Ihren Angehörigen!

Pflegende Angehörige im Dauerstress

Eine Umfrage einer deutschen Krankenkasse hat ergeben, dass sich sieben von zehn pflegenden Angehörigen gestresst fühlen. Fast 40 Prozent stehen unter dauerhaftem Druck, der sich in körperlichen und seelischen Beschwerden äußern kann. Steuern die Betroffenen diesen Problemen nicht rechtzeitig gegen, kann ein Burn-out entstehen. Typisch für dieses Gefühl des Ausgebrannt-Seins sind emotionale Erschöpfungszustände, eine verringerte Leistungsfähigkeit und eine Distanzierung von Ihnen und/oder anderen Personen. Das Burn-out-Syndrom wiederum kann drastische Auswirkungen haben: Nervenzusammenbrüche, Angststörungen, Depressionen und andere Krankheiten können entstehen. Achten Sie deshalb auf Warnzeichen bei Ihren Angehörigen!

Erste Anzeichen für ein Burn-out

Ein Burn-out kann sich ganz unterschiedlich äußern, einen festen Symptomkatalog gibt es nicht. Jedoch treten bestimmte Anzeichen gehäuft auf:

  • Erschöpfung und dauernde Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
  • Schwierigkeiten, komplexere Aufgaben durchzuführen
  • die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • verringerter Antrieb, reduzierte Fantasie
  • Gleichgültigkeit, Desillusionierung
  • Ruhelosigkeit, die Neigung zum Weinen, Verzweiflung
  • Verlust von Empathie, erhöhte Distanz zu Ihnen und/oder anderen Menschen
  • Zynismus und Bitterkeit
  • das Gefühl, die eigenen Leistungen würden nicht gewürdigt
  • Veränderung des Essverhaltens
  • verstärkter Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Nikotin oder von Medikamenten wie Schlaf-, Schmerz- oder Beruhigungsmitteln
  • Atembeschwerden, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, häufige Erkältungen, Tinnitus, Muskelverspannungen, Engegefühle in der Brust und andere körperliche Stresssymptome

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum mehrere dieser Symptome bei einem Angehörigen bemerken, sollten Sie aktiv werden. Was Sie tun können, wenn Sie bei einem Familienmitglied ein Burn-out vermuten, lesen Sie in unserem nächsten Blogbeitrag.



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