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Burn-out bei Angehörigen: Vorbeugung und Hilfsmaßnahmen

Burn-out bei Angehörigen: Vorbeugung und Hilfsmaßnahmen

30. März 2015

Pflegende Angehörige stehen oft unter Dauerstress und sind gefährdet, die Symptome eines Burn-outs auszubilden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diesem „Ausbrennen“ vorzubeugen oder einem schon bestehenden Burn-out entgegenzuwirken.

Sprechen Sie offen über Ihren Verdacht

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Angehöriger leidet unter zu starkem Stress oder hat vielleicht schon Symptome eines Burn-outs ausgebildet (mehr dazu finden Sie hier: Burn-Out: Die ersten Warnzeichen), sollten Sie unbedingt mit ihm oder ihr offen über Ihre Sorgen sprechen. Typisch für die Entwicklung eines Burn-outs ist nämlich, dass die Betroffenen die ersten Anzeichen selbst nicht bemerken, herunterspielen oder verdrängen. Wenn Sie Ihrer Sorge Ausdruck verleihen, leisten Sie einen Beitrag dazu, dass Ihr Angehöriger die schleichende Entwicklung des Burn-outs erkennen und gegensteuern kann.

Suchen Sie Möglichkeiten, den Stress zu reduzieren

Im nächsten Schritt ist es notwendig, den empfundenen Stress bei Ihrem Angehörigen zu reduzieren. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen:

  • Bitten Sie weitere Verwandte oder Freunde um Unterstützung, damit Ihr pflegender Angehöriger mehr Zeit für sich selbst hat.
  • Erkundigen Sie sich über Möglichkeiten, einen professionellen Pflegedienst zur Unterstützung heranzuziehen.
  • Suchen Sie nach Möglichkeiten, auf andere Weise Entlastung zu schaffen: Nehmen Sie zum Beispiel Wäscherei-, Fahr- oder Mahlzeitendienste in Anspruch.
  • Nutzen Sie die Angebote von Vereinen, die ehrenamtliche Besuchsdienste organisieren. Auch auf diese Weise können Sie Ihrem Angehörigen ein wenig Freiraum ermöglichen.
  • Äußern Sie Ihre Dankbarkeit und Anerkennung für die Leistung Ihres Angehörigen. Das kann emotionalen Stress reduzieren und die Basis für wichtige Gespräche bilden.
  • Vielleicht kommt für Ihren Angehörigen auch eine Kur infrage, um „die Akkus wieder aufzuladen“. Erkundigen Sie sich gemeinsam, welche Möglichkeiten es dafür gibt.
  • Es gibt Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige. Viele Betroffene empfinden es als sehr hilfreich, sich mit anderen Menschen in ähnlicher Situation auszutauschen.

Übrigens: Viele Patienten entwickeln Schuldgefühle, wenn sie sehen, welchen Belastungen ihre Angehörigen ausgesetzt sind. Diese Gefühle sind verständlich, aber unbegründet. Schließlich haben Sie sich Ihre Krankheit ja nicht ausgesucht.



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