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Lungenhochdruck
Erfahrungsbericht: „Verliere nie den Glauben an Dich selbst!“

Erfahrungsbericht: „Verliere nie den Glauben an Dich selbst!“

27. Februar 2013

Manuela M., (38 Jahre)

„ …Sie haben ein sehr starkes Herz – das ist Ihr Bonus!“. Ich befand mich bei der Herzkatheter-Untersuchung im AKH Wien als Frau Prof. Dr. Irene Lang diese Worte zu mir sprach. Sie machte mir Angst und Zuversicht zugleich. Es war kurz vor Weihnachten 2010. Die Diagnose: idiopathische pulmonale Hypertonie (= Lungenhochdruck, unbekannter Ursache) brachte meine Welt einerseits ins Wanken, andererseits war es wie ein Befreiungsschlag. Meine Befreiung – nach einer fast 5-jährigen Odyssee durch unser Gesundheitswesen. Eine Irrfahrt, auf der ich viele Fehldiagnosen und Demütigungen erduldet habe. Ein Hürdenlauf gegen die Zeit, von der ich nicht wusste, wie viel mir davon noch übrig blieb?

Bereits im Herbst 2005 merkte ich im wahrsten Sinne des Wortes, dass mit mir etwas nicht „stimmte“. Meine Stimme versagte aus unerklärlichen Gründen immer öfter. Logopädie brachte keinen Erfolg. Erst 2007 wurde eine linksseitige Stimmbandlähmung (unbekannter Ursache) festgestellt. Das plötzliche Auftreten verschiedenster Allergien raubte mir ebenfalls „die Luft zum Atmen“. Diese wurden lapidar den allgemeinen Umwelteinflüssen zugeschrieben. Sport in jeglicher Form musste ich aufgeben.

Der Weg vom Parkplatz ins Büro, ein Einkaufskorb, ein paar Stufen, leichte Gartenarbeit und  Schuhe binden – zu dieser Zeit fast unlösbare Aufgaben für mich. Bereits von Selbstzweifeln geplagt, wollte ich den ärztlichen Diagnosen vertrauen. Jene, die besagten, ich sei völlig gesund. Vielleicht etwas gestresst? Und offensichtlich übergewichtig! 3 HNO-Ärzte, 2 Lungenfachärzte,
2 Internisten, 2 Logopäden, 1 Homöopathin, 1 Osteopathin, 1 Akupunktur-Ärztin,
1 Allgemeinmediziner, 2 NÖ Krankenhäuser und das AKH Wien begleiteten mich auf diesem langen Weg.

Seit Dezember 2010 bin ich in der AMBITION-Studie (AKH Wien) und erhalte Ambrisentan und/oder Tadalafil, Spirono und Sintrom. Meine Arbeitszeit habe ich im Rahmen von
„job sharing“ reduziert (24 h). Ich habe einen sehr verständnisvollen Partner, der mich unterstützt wo er nur kann. Der mehr an mich denkt, als an sich selbst. Innigsten Dank dafür!

Ich bezeichne mich als stabil (mit Höhen und Tiefen) und „muss zufrieden sein“.
… Obwohl – mein „geplantes Leben“ wäre anders verlaufen …

Mein Motto: „VERLIERE NIE DEN GLAUBEN AN DICH SELBST!“



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