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Feinstaub und seine Auswirkungen auf die Lunge

Feinstaub und seine Auswirkungen auf die Lunge

21. August 2017

Feinstaub ist allgegenwärtig. Die kleinen Partikel können bis tief in die Lunge vordringen und dort Schäden verursachen. Hier erfahren Sie, worauf Patienten mit Lungenhochdruck besonders achten sollten.

Was ist Feinstaub?

Als Feinstaub bezeichnet man kleinste Partikel, welche aufgrund ihres geringen Gewichts in der Luft schweben und nur langsam absinken. Der Durchmesser liegt bei wenigen Mikrometer (1 µm = ein Tausendstel Millimeter). Natürlich vorkommende Quellen für Feinstaub sind Brände, Vulkanausbrüche, Bodenerosion oder Sporen von Pilzen. Seit der Industrialisierung steigt der Feinstaubgehalt in der Luft jedoch rapide an. Kraftfahrzeuge, Heizkraftwerke, Heizungen und Öfen in Häusern, Müllverbrennungsanlagen, Industrie, Landwirtschaft und Tierhaltung tragen zur Freisetzung von Feinstaub bei.

Grenzwerte und Gefahren von Feinstaub

Die EU hat festgelegt, dass ein Grenzwert von 50 µg Feinstaub pro Kubikmeter Luft nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden darf. In ländlichen Gegenden liegen die Werte oft deutlich niedriger, in manchen Großstädten lässt sich diese Grenze nur mit Mühe einhalten. So verhängen einige Städte bei zu hohen Feinstaubwerten Fahrverbote für LKWs und Tempolimits für alle Kraftfahrzeuge.

Die kleinen Partikel des Feinstaubs können beim Einatmen bis in die tiefen, feinen Gefäße der Lunge gelangen und dort Entzündungen auslösen. Das Risiko für Asthma und COPD steigt durch eine dauerhaft hohe Feinstaub-Belastung, die Lungenkapazität sinkt. Besonders gefährlich ist Feinstaub für Kinder, deren Lungen sich noch im Wachstum befinden und für Patienten mit bereits vorgeschädigter Lunge. Neue Studien zeigen außerdem, dass Feinstaubpartikel den Erregern der Lungenentzündung (Pneumokokken) ermöglichen, leichter und tiefer in die Lunge einzudringen. Somit steigt das Risiko für Infektionen.

Wie lässt sich die Feinstaubbelastung verringern?

Für Patienten mit Lungenhochdruck ist eine möglichst geringe Feinstoffbelastung noch wichtiger als für gesunde Menschen. Ganz vermeiden lässt sich Feinstaub nicht, die Belastung lässt sich jedoch verringern. Meiden Sie wenn möglich Ballungszentren mit viel Verkehr, legen Sie den Aufenthalt im Freien sowie das Lüften in der Nähe großer Straßen nicht in die Hauptverkehrszeit und planen Sie Ausflüge und Urlaube in besonders unbelasteten Gegenden (Wälder, Küste, Gebirge).

Hussey et al. Environ Microbiol. 2017 May;19(5):1868-1880

BLOG 034 / 2017



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