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Finanzielle Hilfe bei Lungenhochdruck

Finanzielle Hilfe bei Lungenhochdruck

13. September 2013

Gesundheit ist teuer, Krankheit ist noch teurer. Bei einer Erkrankung wie Lungenhochdruck haben die finanziellen Auswirkungen gleich zwei Aspekte: Die medizinische und soziale Versorgung muss zumindest anteilig bezahlt werden. Außerdem brechen meist auch die Einnahmen durch Arbeit weg. Hier sollte sich niemand schämen, bereitstehende finanzielle Hilfen einzufordern.

Doch um überhaupt finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie wissen, welche es gibt, wo Sie diese beantragen können und was Sie dabei beachten müssen.

Finanzielle Hilfe bei Einschränkungen im Erwerbsleben

Wenn Sie als Patient noch im Erwerbsleben stehen, genießen Sie grundsätzlich Kündigungsschutz. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an die Arbeiterkammer.

Fallen Sie krankheitsbedingt zeitweise aus, haben Sie einen Anspruch auf Krankengeld. Auch hier ist die Arbeiterkammer zuständig.

Sofern Sie aufgrund der Krankheit überhaupt nicht mehr in der Lage sind, einer geregelten Arbeit nachzugehen, können Sie bei der zuständigen Pensionsversicherungsanstalt Berufsunfähigkeitspension beantragen. Damit sichern Sie zumindest teilweise den Lebensunterhalt.

Finanzielle Hilfe bei der medizinischen Versorgung

Auch Rezeptgebühren können auf Dauer die Haushaltskasse belasten. Bei entsprechender Bedürftigkeit ersuchen Sie bei Ihrer Krankenkassa um eine Befreiung von der Rezept- und Krankenscheingebühr.

Finanzielle Hilfe bei der alltäglichen Versorgung

Je mehr Ihre  Mobilität eingeschränkt ist, desto größer wird der Bedarf an Hilfe von außen. Dies betrifft auch Alltagsverrichtungen. Wenn Sie Ihre Mahlzeiten nicht mehr selbst zubereiten können und auch Angehörige dazu zeitlich oder praktisch nicht in der Lage sind, können Sie sich Essen auf Rädern liefern lassen. Für sonstige Alltagsverrichtungen bietet eine mobile Betreuung eine große Entlastung. Beides beantragen Sie beim zuständigen Wohnsitzgemeindeamt.

Je nach Fortschritt der Erkrankung sollten Sie oder Ihre Angehörigen zur Entlastung auch eine Hauskrankenpflege (Antrag über den behandelnden Arzt) oder eine Familienhospizkarenz (Antrag über den Arbeitgeber) in Betracht ziehen. Während der Familienhospizkarenz genießen Arbeitnehmer übrigens einen besonderen Kündigungsschutz.

Ein wichtiger Schritt ist der Antrag auf Pflegegeld. Pflegegeld  können Sie bei der Pensionsversicherungsanstalt formlos oder per Formular beantragen. Die Anträge können Sie oder Ihre Angehörigen auch bei  der Sozialberatungsstelle Ihrer Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft abgeben. Das Pflegegeld wird pauschal berechnet, je nach dem monatlichen Pflegebedarf. Es gibt insgesamt sieben Stufen. Wenn sich der Pflegeaufwand erhöht, sollten Sie sofort eine Anpassung der Pflegestufe beantragen.

Auch wenn es vielleicht schwer fällt, insbesondere finanzielle Hilfe anzunehmen: Sie haben darauf einen rechtlichen Anspruch und können dadurch wichtigeren Dingen in Ihrem Leben mehr Zeit und Energie widmen.



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