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Lebenshilfe
Grundlagen des Pflegegeldes

Grundlagen des Pflegegeldes

18. Januar 2016

In Österreich hat jeder pflegebedürftige Staatsbürger Anspruch auf Pflegegeld, unabhängig vom Alter und von der Ursache der Behinderung. Die Zuerkennung von Pflegegeld ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden: Es muss eine körperliche, geistige, psychische Behinderung oder eine hochgradige Sinnesbehinderung (Blindheit) vorliegen.

Das Pflegegeld ist eine zweckgebundene Leistung, die dazu dient, den Aufwand der Pflegekosten teilweise abzudecken. Es dient also nur als pauschalierter Zuschuss zu den Pflegekosten und deckt  nicht den gesamten Pflegebedarf ab, leistet aber einen wesentlichen finanziellen Beitrag zu den Gesamtkosten. Dadurch soll die notwendige Pflege gesichert und dem Pflegebedürftigen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden.

Gleichzeitig soll damit ein stationärer Aufenthalt vermieden werden und die familiäre und ambulante Pflege gefördert werden. Das Pflegegeld ist – je nach Pflegebedarf – in sieben Stufen gegliedert, wobei das Einkommen keinen Einfluss auf die Höhe des Pflegegeldes hat.

Die sieben Pflegestufen

  • Stufe 1: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 65 Stunden im Monat betreut. Er bekommt 154,20 Euro im Monat.
  • Stufe 2: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 95 Stunden im Monat betreut. Er bekommt 284,30 im Monat.
  • Stufe 3: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 120 Stunden betreut. Er bekommt 442,90 Euro im Monat.
  • Stufe 4: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 160 Stunden im Monat betreut. Er bekommt 664,30 Euro im Monat.
  • Stufe 5: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 180 Stunden im Monat betreut. Er bekommt 902,30 Euro im Monat.
  • Stufe 6: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 180 Stunden im Monat betreut oder bedarf der ständigen Anwesenheit einer Pflegeperson. Er bekommt 1.260 Euro im Monat.
  • Stufe 7: Das heißt, der Pflegebedürftige wird mehr als 180 Stunden im Monat betreut und ist völlig bewegungsunfähig. Er bekommt 1.655 Euro im Monat.

Der Antrag auf Pflegegeld kann von der betroffenen Person selbst, von Angehörigen oder von einem gesetzlichen Vertreter gestellt werden. Nach einer Begutachtung erfolgt die Einstufung des Pflegebedarfs.

Grundsätzlich wird das Pflegegeld direkt an die pflegebedürftige Person, zwölf Mal im Jahr, ausbezahlt. Bei Geschäftsuntüchtigkeit erfolgt die Zahlung an die gesetzlichen Vertreter.



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