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Lebenshilfe
Grundlagen einer Patientenverfügung

Grundlagen einer Patientenverfügung

23. August 2013

Das Thema Patientenverfügung ist bei vielen Menschen noch immer mit Vorurteilen und negativen Emotionen belegt. Der Sinn und die Zweckmäßigkeit eines solchen Dokuments sind jedoch selten bekannt. Im Fall der Fälle kann die Patientenverfügung für alle Beteiligten eine große Entlastung darstellen.

Eine Patientenverfügung dient unter anderem dazu, die eigenen Wünsche im Hinblick auf die medizinische Behandlung und Versorgung zu dokumentieren, solange man dazu noch in der Lage ist. Dies beinhaltet auch Anweisungen über lebenserhaltende Maßnahmen. Das klingt im ersten Moment hart. Besonders für Patienten mit Lungenhochdruck ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod nicht einfach. Doch wenn Sie als Patient durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung nicht mehr selbst in der Lage sind, eine solche Entscheidung zu treffen, müssen dies andere tun: Mediziner, Angehörige oder Betreuer. Hier stellt die Patientenverfügung sicher, dass diese Entscheidungen in Ihrem  Sinne getroffen werden. Eine Patientenverfügung ist ein rechtsverbindliches Dokument, an das sich die Entscheidungsträger auch halten müssen.

Patientenverfügung-Vordrucke aus dem Internet

Aufgrund der weitreichenden Folgen einer solchen Willenserklärung ist es wenig sinnvoll, hier nur ein paar Zeilen zu Papier zu bringen, etwa in der Art „Ich möchte nicht künstlich am Leben erhalten werden“, „Ich möchte einfach nur schmerzfrei einschlafen“ oder „Ich möchte, dass alles getan wird, um mein Leben so lange wie möglich zu erhalten“. Bei verschiedenen Trägern wie Krankenkassa, Rotes Kreuz, Behörden, im Buchhandel und im Internet sind entsprechende (und anerkannte) Vordrucke erhältlich, die die wichtigsten Fragenkomplexe abdecken.

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/36/Seite.360200.html

http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Medizin/Patientenverfuegung/

http://www.sozialversicherung.at/portal27/portal/esvportal/channel_content/cmsWindow?action=2&p_menuid=64524&p_tabid=2

http://www.aekwien.at/index.php/patientenrecht/patientenverfuegung

Teilweise begnügen sich diese Vordrucke mit Ankreuzoptionen, teilweise werden eigenständige Formulierungen gefordert. Das Ankreuzen ist zwar bequem und zeitsparend, deckt aber selten alle Eventualitäten ab. Gerade deshalb sind ein gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt und auch den Angehörigen, sowie eine genaue Formulierung sinnvoll.

Wichtig: Vorsorgevollmacht

Ein wichtiger Bestandteil der Patientenverfügung ist die sogenannte „Vorsorgevollmacht“. Darin legen Sie fest, wer im Zweifelsfall die Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen soll.

Wichtig ist, die Patientenverfügung an einem geeigneten Ort zu hinterlegen und möglichst auch den wichtigsten Personen (Arzt, pflegenden Angehörigen, …) eine Kopie zu überlassen.

Auch wenn es vielleicht schwer fällt: Denken Sie rechtzeitig über diese Dinge nach und dokumentieren Sie Ihre Wünsche in einer Patientenverfügung.



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