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Lebenshilfe
Hilfe, mein Partner hat Lungenhochdruck!

Hilfe, mein Partner hat Lungenhochdruck!

13. Mai 2013

Die Diagnose Lungenhochdruck ist für die Betroffenen selbst ein Schock. Aber auch die Partnerin oder der Partner muss lernen, mit dieser Situation umzugehen.

Eine pulmonal-arterielle Hypertonie bedeutet für Patienten eine erhebliche Einschränkung im gesamten Leben, sei es Beruf, Freizeit oder Partnerschaft. Viele Dinge kann man nur eingeschränkt selbst erledigen, oft ist man auf Hilfe angewiesen. Für den Partner bedeutet dies eine vielschichtige Belastung, die sich ebenfalls auf viele Bereiche und Situationen des Lebens auswirkt.

Bei Lungenhochdruck sind auch Angehörige gefordert

Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass man als Partner/in eines Lungenhochdruck-Patienten die Freizeit und sozialen Kontakte einschränkt, um den kranken Partner nicht alleine zu Hause zu lassen. Oder man übernimmt häufig Fahrdienste, etwa für Arztbesuche oder Behördengänge, mehr Arbeiten im Haushalt und viele Planungen müssen immer wieder umgeworfen werden.

All dies zehrt an der Substanz. Die Seele leidet, es kommen vielleicht körperliche Symptome dazu, die Beziehung leidet darunter, und oft entstehen auch ungeplante finanzielle Belastungen.

Schöpfen Sie private, professionelle und behördliche Hilfsmöglichkeiten aus

All dies ist kaum alleine zu bewältigen. Es gilt deshalb, ein persönliches Hilfsnetzwerk aufzubauen, auf das Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Das können Verwandte, Freunde und Bekannte sein, die einmal einspringen. Auch professionelle Dienstleister sollten hier mit einbezogen werden. Wenn Sie Ihren Job nicht aufgeben können oder wollen, könnten Sie sich zum Beispiel eine Haushaltshilfe suchen.

Für die eigene Psyche bieten sich therapeutische oder seelsorgerische Gespräche an, aber auch Treffen von Selbsthilfegruppen für Lungenhochdruck-Betroffene und deren Angehörige.

Daneben können Sie auch von Ämtern und Behörden Hilfe erwarten und fordern.

Bei diagnostiziertem Lungenhochdruck ab NYHA-Klasse III und einem Grad einem Grad der Behinderung von mind. 50 % sollten Sie für Ihre/n Partner/in einen Behindertenpass beantragen. Die Vorteile: Ab dem Moment der Antragsstellung genießt er damit bereits Kündigungsschutz und hat mit einer Zusatzeintragung auch Anspruch auf bestimmte finanzielle Vergünstigungen, wie beispielsweise eine Gratis-Vignette.

Klären Sie unbedingt auch beim zuständigen Versicherungsträger beziehungsweise bei der  Pensionsversicherungsanstalt, ob Anspruch auf Pflegegeld besteht.

Ganz wichtig: Vergessen Sie nicht sich selbst und nehmen Sie sich kleine Momente Zeit um Ihre Reserven aufzutanken. Nur so können Sie auch langfristig die nötige Unterstützung und Hilfe bieten.



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