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Lebenshilfe
Kinder allein unterwegs!

Kinder allein unterwegs!

6. Mai 2013

Loslassen ist schwer, besonders wenn Kinder krank sind. Doch auch Kinder mit Lungenhochdruck müssen flügge werden.

Es gehört zum Erwachsenwerden dazu, dass Kinder und Jugendliche sich immer mehr von den Eltern abnabeln und Schritt für Schritt selbständiger werden. Für viele Eltern ist dies ohnehin nicht ganz leicht. Eltern von Kindern mit Lungenhochdruck machen sich verständlicherweise noch mehr Sorgen, wenn der Nachwuchs selbstständiger wird und eigene Wege gehen möchte.

Auch Kinder mit Lungenhochdruck müssen erwachsen werden

Viele Eltern sind hin und her gerissen zwischen Loslassen-Wollen und Nicht-Loslassen-Können, zwischen Vertrauen und Sorgen, zwischen guten Gefühlen und schlechtem Gewissen. Diese Ambivalenz ist schwer zu ertragen und macht die Sache noch unangenehmer für alle Beteiligten. Das ist in allen Familien so, und noch viel mehr in Familien mit kranken Kindern.

Es gibt keine allgemeingültigen Regeln für den Umgang mit diesem Lernprozess, der alle Seiten rundum glücklich macht. Ein paar Tipps können aber helfen gegenseitiges Verständnis zu schaffen.

  • Beziehen Sie die Freunde Ihres Kindes mit ein und klären Sie sie über die Krankheit und Symptome auf. Auch können Sie Ihren Sprössling dazu animieren, das selbst zu tun – das stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein und verhindert das Gefühl der Bevormundung
  • Besorgen Sie sich die Handynummern der Freunde und geben Sie auch ihre bekannt. Auch wenn Sie die Möglichkeit der ständigen Erreichbarkeit nicht immer nutzen sollten, fühlen Sie sich dadurch vielleicht etwas sicherer.
  • Wenn Ihr Kind unterwegs ist, schreiben Sie lieber eine kurze SMS als ständig anzurufen – viele Jugendliche sprechen ungern vor Freunden mit den besorgten Eltern!
  • Seien Sie ehrlich und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Ihre Sorgen und Ängste. Im Gegenzug müssen Sie aber auch zuhören und mit Verständnis auf die womöglich gegensätzlichen Wünsche und Ziele eingehen.
  • Jugendliche wollen nicht anders behandelt werden! Übertreiben Sie es also nicht mit Ihrer Fürsorge und nehmen Sie dem Kind beispielsweise keine kleinen Hausarbeiten ab, die es selbst ohne große Anstrengung erledigen könnte.
  • Ihr Sohn möchte auch Skateboard fahren? Ihre Tochter möchte in einen Tanzkurs?  Beides ist unter Umständen schwer umzusetzen. Aber anstatt Ihrem Teenie vorzuhalten, was es nicht kann, zeigen Sie ihr oder ihm stattdessen positive Alternativen auf und unterstützen es dabei. Ihr Kind steht beispielsweise auf Rock-Musik? Dann ab in den Gitarrenunterricht!

Der letzte Ratschlag gilt nicht nur für Eltern von Kindern mit pulmonal-arterieller Hypertonie: Vertrauen Sie Ihrem Kind – nur so wird es Ihnen dieses Vertrauen auch entgegen bringen und bei Problemen, welcher Art sie auch sein mögen, auf Sie zukommen.



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