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Gesundheitstipps
Kinn hoch - Brust raus

Kinn hoch – Brust raus

24. Februar 2014

Eine aufrechte Haltung ist ein wahrer Tausendsassa: sie verhindert Fehlhaltungen, fördert die positive Einstellung und führt automatisch zu einer besseren Atmung. „Brust raus“ bedeutet nämlich auch, dass die Lungenflügel mehr Platz bekommen, weshalb die Atemluft besser fließen kann. Richtiges Atmen bedeutet die Luft bis in den Bauchraum tief in den Körper hinein strömen zu lassen und so eine flache Brustatmung zu vermeiden. Die eigene Haltung ins Lot zu bringen ist daher für Lungenhochdruck-Patienten umso wichtiger und führt auch zu mehr Wohlbefinden.

Bringen Sie die eigene Haltung ins Lot

• Bauchatmung trainieren: Versuchen Sie die Atemluft bewusst in den Bauch hineinzuatmen. Das klingt abstrakt – zur Kontrolle legen Sie sich eine Hand auf den Bauch: wölbt sich der Bauch beim Einatmen nach außen haben Sie es richtig gemacht. Wenn Sie diese Übung anfänglich im Liegen versuchen, wird es Ihnen leichter fallen.

• Gesunde Sitzhaltung: Durch eine schlechte, gebeugte Sitzhaltung wird das Zwerchfell und die Bauchmuskulatur eingeklemmt. Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten daher tunlichst vermeiden in gekrümmter, verspannter Haltung zu verharren. Wer viel am Schreibtisch sitzen muss sollte die Anschaffung eines ergonomischen Bürosessels erwägen.

• Viele Asthmatiker trainieren Körperhaltung und Atmung im „Kutschersitz-Stil“: Stellen Sie sich mit leicht gegrätschten Beinen auf den Boden, den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, die Unterarme auf die Oberschenkel abgestützt. Der Brustkorb wird somit freier, da das Gewicht der Schultern wegfällt. Jeder Atemzug gelingt dann gleich viel leichter.

• Ran an den Ball: Klemmen Sie einen Ball zwischen Ihren Rücken und eine Wand. Senken Sie Ihren Körper durch eine sanfte Kniebeuge und atmen währenddessen vollständig aus. Dabei sollte der Ball sanft die Wirbelsäule entlangrollen. Atmen Sie beim Aufstehen wieder tief ein.

• Bewusstes ausatmen: Das Ausatmen ist ein passiver Vorgang, der den Körper auch entspannt. Versuchen sie daher bewusst auszuatmen. Die Übung dazu: atmen Sie tief in den Bauch ein und doppelt so lange wie die Einatmung gedauert hatte, aus. Beim Ausatmen unterstützen Sie Ihre Haltung und lassen Ihren Körper nicht einsacken.

Wenn Sie unsicher sind konsultieren Sie Ihren Arzt oder einen Spezialisten für Atemtraining. Eine Atemtherapie ist nämlich eine wirkungsvolle Methode die Lungenfunktion insgesamt wieder zu verbessern. Angeboten wird sie meist von speziell geschulten Physiotherapeuten und häufig in klinischen Einrichtungen, die auf Lungenkrankheiten spezialisiert sind.



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