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Lieber vorsorgen: So verfassen Sie ein Testament

Lieber vorsorgen: So verfassen Sie ein Testament

13. April 2015

Wenn man sich schon mit der eigenen Sterblichkeit befassen muss, dann möchte man doch wenigstens, dass es nach dem Tod keine Streitigkeiten um Besitztümer gibt.

Um sicherzustellen, dass Ihr Besitz nach Ihrem Ableben einmal so aufgeteilt wird, wie Sie es sich wünschen, sollten Sie rechtzeitig ein Testament verfassen. Damit dieses auch rechtskräftig ist, sollten Sie auf Folgendes achten.

Die richtige Form des Testaments

Wenn Sie ein Testament verfassen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Ein eigenhändiges Testament muss komplett von Ihnen selbst handschriftlich verfasst und am Ende unterschrieben werden. Fügen Sie immer auch das Datum an.

Beim fremdhändigen Testament können Sie den Text mit dem Computer schreiben oder einer anderen Person diktieren. Dann sind neben Ihrer eigenen auch die Unterschriften von drei Zeugen notwendig, die mindestens 18 Jahre alt sind und mit Ihnen nicht verwandt oder verschwägert sein dürfen.

In Notsituationen ist auch ein mündliches Testament möglich. Es muss von zwei nicht erbberechtigten Zeugen bestätigt werden und hat maximal drei Monate nach Wegfall der Notlage Gültigkeit. Ersetzen Sie es deshalb möglichst bald durch ein schriftliches Dokument. Bei Personen zwischen 14 und 18 Jahren und bei Menschen, die unter Sachwalterschaft stehen, muss ein öffentliches Testament vorliegen, es muss also von einem Gericht oder einem Notar bestätigt werden.

Das Testament verfügbar halten

Ihr letzter Wille kann nur dann befolgt werden, wenn er auch bekannt ist. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihr Testament schnell gefunden wird. Dazu informieren Sie entweder eine oder (noch besser) mehrere nahestehende Personen darüber, wo Sie es aufbewahren.

Oder Sie hinterlegen es im Österreichischen Zentralen Testamentsregister, in dem auch die notariell und gerichtlich hinterlegten Testamente registriert sind.

Welche Form Sie auch wählen: Viele Menschen berichten, dass sie sich nach dem Erstellen ihres Testaments erleichtert gefühlt haben.



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