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Lungenhochdruck
Lungenhochdruck: So bestimmt der Arzt den Schweregrad der Erkrankung

Lungenhochdruck: So bestimmt der Arzt den Schweregrad der Erkrankung

11. September 2017

Um bei Lungenhochdruck die richtige Behandlung durchzuführen, muss zunächst eine gesicherte Diagnose vorliegen. Der zweite wichtige Punkt ist die Feststellung des Schweregrads der Erkrankung.

Die NYHA-Klassifikation

Der Schweregrad einer pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) wird am häufigsten anhand der NYHA-Klassifikation beurteilt. Die Abkürzung NYHA steht für die New York Heart Association, welche diese Einteilung ursprünglich für Patienten mit Herzerkrankungen entwickelt hat.

Für andere Erkrankungen, so zum Beispiel auch für den Lungenhochdruck, wurde die Einteilung übernommen und angepasst. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) legte fest, dass diese Kriterien international bei der pulmonalen Hypertonie verwendet werden sollten. Deshalb wird die NYHA-Klassifikation manchmal auch WHO-Klassifikation genannt.

Einteilung der Stadien

Patienten mit Lungenhochdruck werden nach den NYHA-Kriterien einem von vier Stadien (oft auch Klassen genannt) zugeordnet:

NYHA I

Keine Beschwerden bei körperlicher Belastung.

NYHA II

Keine Beschwerden in Ruhe. Normale körperliche Aktivität führt zu Atemnot, Ermüdung, Brustschmerzen oder Ohnmacht.

NYHA III

Keine Beschwerden in Ruhe. Bereits leichte Belastungen führen zu Atemnot, Ermüdung, Brustschmerzen oder Ohnmacht.

NYHA IV

Patienten sind nicht in der Lage, jegliche körperlichen Tätigkeiten ohne Beschwerden auszuführen. Bewegung verstärkt die Symptome. Beschwerden können auch in Ruhe vorhanden sein. Die rechte Herzhälfte ist stark vergrößert und ihre Pumpleistung eingeschränkt.

Weitere Untersuchungen zur Ermittlung des Schweregrads

Vermutet der Arzt Lungenhochdruck, dient zur Sicherung der Diagnose eine Rechtsherz-Katheter-Untersuchung. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen zieht der Facharzt ebenfalls heran, um den Schweregrad zu beurteilen.

Eine weitere Untersuchungsmethode ist der 6-Minuten-Gehtest. Patienten gehen sechs Minuten lang auf einer ebenen Strecke (häufig wird der Krankenhausflur genutzt). Das Tempo gibt der Patient selbst vor und geht nur so schnell, dass er dabei nicht kurzatmig wird. Pausen und Wechsel der Gehgeschwindigkeit sind erlaubt. Die zurückgelegte Strecke ist ein Maß dafür, wie belastbar der Patient und wie gut die Lungenfunktion ist. Zusätzlich können vor und nach dem 6-Minuten-Gehtest bestimmte Werte wie die Sauerstoffsättigung im Blut, der Blutdruck und der Puls gemessen werden.

BLOG 037 / 2017



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