THERAPIE ATEMTRAINING ANGEHÖRIGE ERFAHRUNGSBERICHTE ENTSPANNUNG

Atemtraining bei Lungenhochdruck

Richtiges Atmen ist gesund. Doch nur wenige Menschen haben im Leben gelernt, richtig ein- und auszuatmen. Das kann man aber (wieder) lernen. Für Patienten mit Lungenhochdruck ist ein gezieltes Atemtraining doppelt wichtig. Denn für sie ist es lebensnotwendig, der Umgebungsluft ein Maximum an Sauerstoff zu entnehmen.

Wenn wir nicht richtig atmen, leiden wir schnell an Atemnot. Bis zu einem gewissen Maß gehört dieser schmerzhafte Prozess auch zum Leben dazu. Atemnot ist aber wie der Schmerz ein rein subjektives und nicht objektiv messbares Empfinden.

Dies gilt umso mehr für Patienten mit Lungenhochdruck. Für sie kann ein bisschen weniger Atemluft wesentlich mehr Schmerz und Stress bedeuten als für einen gesunden Menschen. Und nicht jeder PH-Patient hat die gleiche Schmerz- und Leistungsgrenze.

Generell sollten Atemübungen mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um eine Überforderung zu vermeiden. Die Folgen könnten sonst  gefährlich bis lebensbedrohend sein.

Das Ziel der Übungen ist es, die Atemmuster im Alltag anzuwenden, um dadurch dauerhaft belastbarer zu werden.

Noch einige Hinweise vorab:

  • Sorgen Sie für ausreichende Sauerstoffzufuhr, indem Sie vor den Übungen lüften.
  • Sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur, damit die Bronchien nicht durch zu kalte Luft angegriffen werden.
  • Führen Sie die Atemübungen zunächst in Rückenlage durch, später auch in sitzender und stehender Position.

Körperhaltungen für eine bessere Atmung

Klicken Sie auf das Video um zu lernen, welche Körperhaltungen helfen, leichter zu atmen:

  • Liegen: Bevorzugen Sie beim Liegen im Bett oder auf der Couch die Seitenlage.
  • Sitzen: Beim sogenannten Kutschersitz spreizen Sie im Sitzen die Oberschenkel ein wenig und legen die Unterarme darauf.
  • Sitzen: Beim Reitersitz setzen Sie sich rittlings auf den Stuhl und legen die Arme auf die Stuhllehne.
  • Stehen: Stellen Sie sich in Torwarthaltung hin (breitbeiniger Stand, Oberkörper vorbeugen, mit den Händen auf die Oberschenkel stützen).

Techniken für eine bessere Atmung

  • Ausatmen: Bilden Sie eine Lippenbremse, indem Sie die Luft durch einen schmalen Spalt der Lippen ausatmen. Nicht pressen!
  • Einatmen: Atmen Sie sehr langsam tief ein und halten Sie die Luft für mehrere Sekunden an. Nicht überanstrengen!

Gymnastik für eine bessere Atmung

Auch die Atemmuskulatur muss trainiert werden, damit der PAH-Patient physiologisch richtig atmet. Dazu gehören auch verschiedene Atmungsarten wie Bauch- oder Flankenatmung. Diese Übungen umfassen

  • sanftes, vorsichtiges Drehen des Oberkörpers
  • Rückenübungen (z.B. den Rücken mit einem Handtuch abrubbeln)
  • vorsichtiges Rumpfbeugen
  • Isometrisches Training.

Therapie für eine bessere Atmung

Dass die Atmung auch durch Stress und psychische Faktoren beeinflusst wird, hat jeder schon einmal erlebt. In einer Atemtherapie lernen Sie, Ihren Atem bewusst zu erleben. Zudem wird durch Übungen die Atmung selbst angeregt. So können Sie auch Fehlbildungen oder Blockierungen in den Atemwegen überwinden.

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