Lungenhochdruck verstehen und erkennen

Weil Herz und Lunge so eng zusammenarbeiten, hat ein Herzfehler in vielen Fällen auch Auswirkungen auf die Lunge. Bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern kann zum Beispiel noch im Erwachsenenalter Lungenhochdruck entstehen. Leider wird diese Krankheit häufig erst spät erkannt.

Was passiert bei Lungenhochdruck?

Das Blutkreislaufsystem besteht aus dem großen „Körperkreislauf“ und dem kleineren „Lungenkreislauf“. Beim Lungenkreislauf wird das sauerstoffarme Blut aus der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpt, wo es sich mit Sauerstoff anreichert und Kohlendioxid abgibt. Das sauerstoffreiche Blut strömt dann in die linke Herzkammer und von dort aus in den ganzen Körper. Bei anstrengenden körperlichen Tätigkeiten schlägt das Herz schneller, um den Muskeln mehr Sauerstoff zuzuführen. Um mehr Blut in die Lunge pumpen zu können, dehnen sich die Lungenarterien aus. Beim Lungenhochdruck nimmt diese Dehnungsfähigkeit ab, die Dicke der Lungenarterien nimmt zu. Dadurch nimmt die Lunge nicht mehr genügend Sauerstoff auf, und auch die Fähigkeit, Blut aus dem Herzen zu pumpen, sinkt. Im schlimmsten Fall führt Lungenhochdruck schließlich zum Herzversagen.

Symptome und Diagnose bei Lungenhochdruck

Lungenhochdruck entwickelt sich schleichend und zeigt am Anfang sehr unspezifische Symptome:

  • abnehmende Leistungsfähigkeit
  • Atemnot bei Anstrengung
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe
  • Husten
  • Heiserkeit
  • Herzklopfen

Im weiteren Verlauf nimmt die Atemnot immer weiter zu, bis sie selbst in Ruhephasen besteht. Auch die Herzprobleme verschlimmern sich. Weil die Symptome lange Zeit so unspezifisch sind, wird Lungenhochdruck oft erst spät erkannt. Hat der Arzt die Vermutung, überweist er Sie an einen Kardiologen oder Pulmologen, also an einen Herz- oder Lungenspezialisten, weiter. Dieser geht mit einer Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und verschiedenen Diagnoseverfahren dem Verdacht nach.

Therapiemöglichkeiten bei Lungenhochdruck:

Je früher der Lungenhochdruck behandelt wird, umso besser ist die Langzeitprognose. Heilbar ist die Krankheit bisher nicht, aber die Einschränkungen können gut behandelt werden, wodurch die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Patienten steigen. Je nach Ursachen und Form der Erkrankung kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Auch operative Maßnahmen können erfolgreich sein.

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