Home
Lungenhochdruck
Lungentransplantation – wie lebt man mit einem fremden Organ?

Lungentransplantation – wie lebt man mit einem fremden Organ?

19. Oktober 2015

Patienten, bei denen eine Lungentransplantation vorgenommen wurde, haben meist eine lang andauernde Erkrankung, häufige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte hinter sich.

Die Lungentransplantation führt zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinbefindens. Patienten haben gute Chancen, ihre wieder gewonnene Lebensqualität über mehrere Jahre zu genießen.

Doch was kommt körperlich und vor allem in psychischer Hinsicht auf Sie zu?

Maßnahmen nach einer Lungentransplantation

Oberstes Ziel ist es zu verhindern, dass das fremde Organ abgestoßen wird. Daher müssen täglich Immunsuppressiva eingenommen werden, welche die Immunreaktion abschwächen bzw. unterdrücken. Diese erhöhen jedoch auch die Infektionsanfälligkeit des Patienten.

Sie wollen mehr über eine Lungentransplantation erfahren?

Lungentransplantation – Ja oder Nein?
Lungentransplantation – Der Ablauf
Lungentransplantation – Der Alltag danach

Lungentransplantation und Emotionen

Eine Lungentransplantation bedeutet für den Betroffenen oft eine schwierige emotionale Erfahrung. In der ersten postoperativen Phase erlebt der Patient meist ein intensives Gefühl gerettet worden zu sein. Diese Dankbarkeitsempfindungen können auch mit Schuldgefühlen dem Spender gegenüber verbunden sein.

Zu Beginn wird das neue Organ oft als etwas Fremdes empfunden. Ein mehrstufiger psychischer Integrationsprozess ist notwendig, um das fremde Organ als sein eigenes zu akzeptieren.

Neben dem Gefühl der Hoffnung können nach der Transplantation auch Gefühle von Zweifel, Angst, Niedergeschlagenheit, Ungeduld oder Ärger auftreten. Diese Gefühle können bei den Betroffenen auf unterschiedliche Weise ausgeprägt sein. Sie sind auch manchmal auf Nebenwirkungen der Medikamente zurückzuführen. Besprechen Sie dies also auch mit Ihrem behandelnden Arzt!

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Gefühle, besonders Unsicherheit und Ängste, wahrnehmen und auch versuchen, diese zu verstehen. Nehmen Sie die Unterstützung und den Halt durch Familie und Freunde an. Der Kontakt mit anderen Betroffenen, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen, hilft Ihnen diese Erfahrungen besser zu verkraften. Sie können in jedem Fall auch psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Genießen Sie das neue Leben

Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen, der von den meisten Betroffenen viel bewusster gelebt wird. Nehmen Sie, sofern gesundheitlich möglich, Ihre Freizeit- und sozialen Aktivitäten wieder auf. Bewegen Sie sich nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt regelmäßig, damit wird das neue Organ länger funktionsfähig gehalten.

Leben Sie gesundheitsbewusst, um Ihr neues Organ zu schützen!



SUCHE


ruhig atmen – das Magazin


Jetzt kostenlos bestellen


© ruhig atmen | Konzeption & Realisation speedy space