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Lustige Spiele ohne Rennen und Toben

Lustige Spiele ohne Rennen und Toben

8. April 2013

Kinder wollen und müssen spielen, sich bewegen, rennen und toben. Doch dies bleibt Kindern mit Lungenhochdruck meist verwehrt. So müssen sie oft zusehen, wie ihre Mitschüler und Spielkameraden viel Spaß beim Umhertollen haben. Sie freuen sich vielleicht mit diesen, im Grunde bleibt aber immer ein gewisses Maß an Traurigkeit.

Viel Spaß ohne viel Bewegung

Doch auch wenn Kindern mit PAH das Rennen und Toben verwehrt bleibt, so gibt es dennoch eine große Palette an Spielen, die sie mitmachen können. Wichtig dabei ist, dass die Spiele ein Minimum an Bewegung und damit körperlicher Anstrengung erfordern.

  • Rutschen: Kinder lieben Rutschen. Um ihnen das Hochsteigen zu ersparen, können die Erwachsenen das Kind nach oben heben oder tragen. Neben den gängigen Rutschen hinterlassen Luftrutschen oder Wasserrutschen auf Jahrmärkten und in Freizeitparks einen bleibenden Eindruck.
  • Schaukeln: Auch Schaukeln gehört zu den Beschäftigungen, die Kinder lieben. Wenig bekannt ist, dass Schaukeln das „vestibuläre System“ im Ohr stimuliert und deshalb für die Entwicklung des Kindes ungemein wichtig ist. Das vestibuläre System steuert die Wahrnehmung des Körpers im Raum, vor allem das Körpergleichgewicht. Passives Schaukeln (Anstupsen durch Helferperson) erspart dem Kind das anstrengende Schwungholen.
  • Ratespiele: Mit wenig Bewegung kommen Ratespiele aus. Dies reicht von einfachen Ratespielen über das klassische „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ bis hin zu Kim-Spielen.Bei „Ich packe meinen Koffer“ fängt ein Mitspieler an mit dem Satz „Ich packe meinen Koffer und nehme mit meine Zahnbürste“. Der Nächste macht weiter mit „Ich packe meine Koffer und nehme mit meine Zahnbürste und meine roten Ringelsocken“. So geht es reihum weiter, bis sich ein Mitspieler nicht mehr alle Begriffe merken kann und ausscheidet. Je skurriler die Gepäckstücke, desto schwieriger aber auch lustiger kann man das Spiel gestalten.

    Auf vielen Kindergeburtstagen ist auch das Tast-Spiel sehr beliebt. Mit verbundenen Augen muss man die verschiedensten Dinge betasten und erraten. Von einem Stück Holz bis hin zu Wackelpudding ist alles erlaubt. Eine dazu erzählte, lustige Geschichte gestaltet das Spiel noch spannender. Hier können Kinder zeigen, was sie „auf dem Kasten“ haben, denn hier geht es vor allem um Konzentration und Wahrnehmungsvermögen, die nebenbei auch weiter geschult werden.

  • Einige Geschicklichtkeitsspiele kommen auch ohne viel Bewegung aus.
    Bei „Schokolade schneiden“ wird eine Tafel Schokolade mehrfach in alte Zeitungen eingepackt und mit Tesafilm festgeklebt, so dass es ein richtig kompaktes Päckchen wird.Die Spieler sitzen im Kreis, in der Mitte liegen Kleidungsstücke, wie dicke Handschuhe oder eine Schwimmbrille. Ein Spieler beginnt zu Würfeln, und zwar so lange, bis er eine 6 würfelt. Dann darf er die Kleidungsstücke anziehen und die Schokolade mit Messer und Gabel mühevoll auspacken. Kommt er an die Schokolade, ist diese nur Stückchenweise zu essen. Der Würfel wird direkt nach dem Sechser-Wurf an den nächsten Spieler weitergegeben, der wiederrum versucht eine 6 zu würfeln.
  • Phantasiespiele: Auch Phantasiespiele erfordern wenig Bewegung, sind aber ebenfalls sehr beliebt und fördern die Kreativität. So kann zum Beispiel der Erwachsene eine ersten Satz einer Geschichte vorgeben. Jedes Kind fügt reihum einen Satz hinzu. Am Ende entsteht so eine einzigartige Geschichtet mit sicher vielen überraschenden Wendungen.

Diese kleine Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was davon tatsächlich realisiert werden kann, hängt immer von der speziellen Situation des jeweiligen Kindes, seinem Altern und seinen Interessen ab. Im Zweifelsfall sollte vorab der behandelnde Arzt befragt werden.



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