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Lungenhochdruck
Mobile Sauerstoffversorgung

Mobile Sauerstoffversorgung

30. September 2014

Die Langzeit-Sauerstoff-Inhalation kommt bei einigen Lungenhochdruckpatienten als nicht-medikamentöse Therapieform zur Anwendung. Die Sauerstofftherapie dient dazu, den Betroffenen die dosierte Anreicherung der Atemluft mit Sauerstoff zu ermöglichen. Die Patienten und Patientinnen nutzen hierfür eine mobile Sauerstoffversorgung, die es ihnen erlaubt, ein weitgehend normales Leben zu führen.

Mehr Bewegungsfreiheit durch mobile Sauerstoffgeräte

Bei früheren Sauerstoffgeräten handelte es sich in der Regel um riesige, laute Maschinen, welche die Nutzer mehr oder weniger an das Bett fesselten. Moderne Lösungen zeichnen sich hingegen durch ihre geringe Größe und Geräuscharmut aus. Für unterwegs steht Flüssigsauerstoff zur Verfügung, der bei Bedarf in kleine Behälter abgefüllt wird. Alternativ bieten sich tragbare Sauerstoffkonzentratoren an, deren Akku sich problemlos über die Bordspannungssteckdose im Auto aufladen lässt. Diese mobilen Geräte ermöglichen es den Patienten und Patientinnen, trotz des Lungenhochdrucks weiterhin beweglich und aktiv zu bleiben.

Richtig bedienen – Gefahren vermeiden

Um keine unnötigen Risiken einzugehen, sollten Sie beim Umgang mit einer mobilen Sauerstoffversorgung jedoch bestimmte Sicherheitsregeln beachten. So unterliegen die Sauerstoff-Flaschen grundsätzlich das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBG), welche den Transport gefährlicher Güter im Straßenverkehr regelt. Zwar sind bei der Beförderung der Behälter im PKW aufgrund der geringen Mengen einige Bestimmungen hinfällig, Verordnungen hinsichtlich der Ladungssicherung und das Rauchverbot im Fahrzeug müssen Sie allerdings unbedingt einhalten.

Wegen der verbrennungsfördernden Wirkung des Sauerstoffs zieht eine unsachgemäße Behandlung der Gasflaschen auch zu Hause und am Arbeitsplatz Risiken nach sich. Für die Lagerung empfiehlt sich ein Raum mit Fenster. Direkte Sonneneinstrahlung und Wärmeeinwirkung sollten Sie jedoch vermeiden. Lassen Sie die Ventile angesichts der Explosionsgefahr keinesfalls mit Öl oder Fett in Berührung kommen.
Um sich rundum abzusichern, ist es außerdem ratsam, Ihre Brand- und Haushalts-Versicherung bezüglich der Lagerung, sowie Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung hinsichtlich des Transports der Sauerstoff-Flaschen im Pkw zu informieren.

Die mobile Sauerstoffversorgung bietet Patienten und Patientinnen mit Lungenhochdruck eine Chance, wieder aktiver am Leben teilzunehmen. Die damit verbundenen Risiken lassen sich durch die sachgerechte Handhabung der Sauerstoffbehälter minimieren. Bei der Beratung und Besorgung kann die österreichische Patienten-Selbsthilfeorganisation „Initiative Lungenhochdruck“ behilflich sein.

 

Lesen Sie auch den Artikel „Frischluft für die Lunge“  in unserem Magazin „ruhig atmen“ 1/2014.



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