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Lungenhochdruck
Neues aus der Forschung: Lässt sich PAH „erschnüffeln“?

Neues aus der Forschung: Lässt sich PAH „erschnüffeln“?

6. Februar 2017

Lässt sich die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) im Atem der Betroffenen erschnüffeln? Ja, das geht, sagen Forscher aus Paris und Israel, die eine „elektronische Nase“ entwickelt haben. Die Idee ist nicht neu. Schon Hippokrates beschrieb, wie sich Krankheiten am Geruch des Atems erkennen lassen. Die moderne Technik bietet hier jedoch heute sehr viel feinere Nachweismöglichkeiten, als es damals die menschliche Nase tat.

Der Nachweis von Erkrankungen mit der „eNose“

In den letzten zehn Jahren haben Forscher intensiv an einer „elektronischen Nase“, der sogenannten „eNose“, gearbeitet. Dabei atmen die Patienten in ein Mundstück und ein Gerät analysiert die Atemluft. Routinemäßig eingesetzt wird eine ähnliche Methode schon lange als Alkoholtest für Autofahrer. Das Gerät hat sich in den letzten Jahren auch bereits beim Nachweis von Krankheiten bewährt. Forscher konnten damit unter anderem Diabetes nachweisen.
Besonders interessant ist die „eNose“ für Lungenkrankheiten. Die elektronische Spürnase konnte in Studien Hinweise auf Lungenkrebs, Asthma, COPD und Schlafapnoe finden. Bei Asthma konnte nicht nur die Erkrankung selbst, sondern sogar der Schweregrad erkannt werden.

Sicherer und nicht-invasiver Nachweis von PAH

PAH wird oft erst spät diagnostiziert. Die Nachweismethoden sind belastend und invasiv, zum Beispiel die Katheteruntersuchung des rechten Herzens. Die Erkrankung lässt sich aber umso besser behandeln, je früher sie entdeckt wird. Darum arbeiten die Erfinder der „eNose“ aktuell daran, auch den Lungenhochdruck in der Atemluft nachzuweisen.

Ein Team des Technion, der Technischen Universität in Israel, hat die „eNose“ entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Dr. Sylvia Cohen-Kaminsky von der Universität Paris-Saclay konnten Sie nun zeigen, dass das Prinzip auch für PAH funktioniert. Aktuell werden die Möglichkeiten und die Genauigkeit der Methode in einer großen Studie überprüft. Sind die Forscher erfolgreich, könnte die Diagnose von PAH bald sehr viel schneller und schonender werden als bisher.



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