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Lungenhochdruck
Persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN)

Persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN)

22. Mai 2015

Persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) ist die Folge einer gestörten Umstellung des Lungenkreislaufes nach der Geburt. Es werden drei Hauptfaktoren für den erhöhten Widerstand im pulmonalen Kreislauf angenommen: Vasokonstriktion (Gefäßengerstellung), Remodelling der pulmonalen Gefäßwand und Thrombose (Gerinnselbildung).

Um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, wird die Behandlung mit Sauerstoff sofort nach der Geburt begonnen. Der Sauerstoff wird über Beutel und Maske oder mechanische Beatmung verabreicht.

Unterschiedliche Diagnoseverfahren bei PPHN

Lassen Sie sich nicht durch die unterschiedlichen Diagnoseverfahren verwirren. Denn die Diagnose umfasst verschiedene Elemente, angefangen von Lungenröntgen bis zur Herzkatheter-Untersuchung. Ein wichtiges Untersuchungsinstrument für die Diagnose der PPHN ist die Echokardiographie. Damit können verschiedene Herzfehler sofort erkannt werden.

Da das Krankheitsbild der persistierenden pulmonalen Hypertonie bei Neugeborenen sehr unterschiedlich sein kann, kann es auch oft zu einer Verwechslung mit Asthma kommen. Daher ist eine schnelle, eingehende und umfangreiche diagnostische Abklärung ­– auch bei den geringsten Verdachtsmomenten – unbedingt erforderlich. Speziell dann, wenn es eine familiäre Vorbelastung gibt.

Halten Sie möglichst engen Kontakt zu Ihrem Kind

Bestehen Sie in jedem Fall darauf, dass Sie Ihr Kind sofort nach der Geburt sehen können. Sie müssen damit rechnen, dass ein an pulmonaler Hypertonie (PPHN) erkranktes Neugeborenes, wegen der medizinischen Versorgung, gleich nach der Geburt von Ihnen getrennt oder sogar in ein anderes Krankenhaus gebracht wird. Das kann ein schmerzhafter Schritt sein.

Aber es gibt bereits viele Krankenhäuser, die den Kontakt mit der Familie fördern. Denn jedes Kind, selbst wenn es beatmet werden muss, darf von den Eltern berührt und gestreichelt werden. Es hat sich erwiesen, dass kranke Säuglinge, die Hautkontakt mir ihren Eltern haben, schneller an Gewicht zunehmen als andere. Wenn das Baby nicht in der Lage ist, allein zu trinken, sollten Sie die Milch abpumpen, so dass die Muttermilch über eine Magensonde verabreicht werden kann.

Die Therapie gestaltet sich unterschiedlich und wird immer an das konkrete Krankheitsbild angepasst. Der Einsatz neuer Medikamente hat den Kindern mit PPNH neue Perspektiven eröffnet. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich ihre Lebensqualität deutlich verbessert.

Mehr zu PPHN und einen Erfahrungsbericht können Sie in unserem Magazin „ruhig atmen“ nachlesen.



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