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Lungenhochdruck
Rehabilitation Teil 1: Die Reha bei Lungenhochdruck

Rehabilitation Teil 1: Die Reha bei Lungenhochdruck

6. November 2017

Die Rehabilitation (Reha) kann für Patienten mit Lungenhochdruck (PH) eine sehr sinnvolle, begleitende Maßnahme sein. Sie hilft vor allem dabei, die individuellen Belastungsgrenzen zu erkennen und einen angepassten Bewegungs- und Trainingsplan zu entwickeln. Doch auch psychische und soziale Aspekte sind ein wichtiger Teil einer Reha.

Bewegung und Training: Wichtig für alle PH-Patienten

Früher empfahlen Experten bei Lungenhochdruck eher Schonung als Bewegung. Das änderte sich aber grundlegend in den letzten Jahren. Viele Studien, zum Beispiel von der Forschergruppe um Prof. Grünig in Heidelberg, zeigten die positiven Effekte eines angepassten Trainingsprogramms. Wir haben darüber bereits berichtet, lesen Sie hier mehr dazu.

Mut zu mehr Aktivität

Für Menschen mit Lungenhochdruck kann Bewegung, Sport und Aktivität jedoch oft eine große Hürde sein. Es ist schwer einzuschätzen, ab wann es zu viel wird und genau hier setzt die Reha an.

Unter kontrollierten Bedingungen und unter Aufsicht von Ärzten oder speziell geschulten Physiotherapeuten können sich Patienten langsam an Ausdauertraining, Krafttraining und die richtigen Atemtechniken herantasten und das individuell passende Maß an Bewegung finden. Wichtig ist dabei vor allem, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu berücksichtigen. Das macht Mut und gibt die Sicherheit, nach der Reha zu Hause ein gezieltes Training weiterzuführen und auch generell mehr Bewegung wie Radfahren oder Gartenarbeiten in den Alltag einzubauen.

Nutzen einer Reha

Der wichtigste Punkt der Reha ist in der Regel Bewegungstraining, welches Symptome lindern, das Herz-Kreislauf-System stärken, Muskeln aufbauen und das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamen kann. Doch psychologische oder soziale Aspekte (zum Beispiel Fragen, welche die Berufstätigkeit betreffen) sind oft nicht minder wichtig.

Während einer stationären Reha können Patienten unter anderem Entspannungstechniken erlernen und psychologische Gruppen- oder Einzelgespräche führen. In den therapeutischen Gesprächen können die Erkrankung und die Angst vor der Zukunft aufgearbeitet werden. Auch private Probleme, welche zum Beispiel mit einem unerfüllten Kinderwunsch oder der Partnerschaft zusammenhängen, können besprochen werden.

BLOG 045 / 2017



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