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Lungenhochdruck
Rehabilitation Teil 2: Die Reha vor und nach einer Lungentransplantation

Rehabilitation Teil 2: Die Reha vor und nach einer Lungentransplantation

13. November 2017

Ist der Lungenhochdruck so weit fortgeschritten, dass eine Lungentransplantation nötig ist, kann eine Rehabilitation (Reha) eine wichtige Unterstützung sein – und zwar nicht nur nach der Transplantation, sondern auch zur Vorbereitung auf den Eingriff.

Reha zur Vorbereitung auf eine Lungentransplantation

Wenn bei einer Patientin bzw. einem Patienten mit Lungenhochdruck die Entscheidung gefallen ist, dass eine Transplantation unumgänglich ist, steht eine mehr oder weniger lange Phase des Wartens an. Diese präoperative Zeit kann genutzt werden, um sich möglichst gut auf die bevorstehende Lungentransplantation vorzubereiten, Muskeln aufzubauen und das Herz-Kreislauf-System zu stärken.

In der Reha wird ganz gezielt und mit einem individuellen Behandlungsprogramm die Ausdauer, Kraft und Mobilität gefördert. So gehen Patientinnen und Patienten mit bestmöglichen Voraussetzungen in die Operation. Auch psychische Unterstützung, Motivation und die Vermittlung von Informationen über die Transplantation sind wichtige Bausteine der präoperativen Reha.

Studien zeigen, dass durch eine intensive Physiotherapie bei den meisten Betroffenen die Chancen für den Transplantationserfolg verbessert werden können. Ist aufgrund der Schwere der Erkrankung kaum Training oder Bewegung möglich, bieten viele Reha-Kliniken ganz spezielle Maßnahmen und setzen zum Beispiel Elektrostimulation oder Vibration ein, um Muskeln aufzubauen.

Reha nach der Lungentransplantation

Nach einer erfolgreichen Lungentransplantation geht es in der Reha vor allem darum, die Atemleistung und die körperliche Belastbarkeit zu verbessern. Dabei wird in der Reha-Klinik ein individuelles Reha-Konzept erstellt. Es richtet sich danach, wie gut die Funktion des Transplantats ist, ob Begleiterkrankungen vorliegen und wie die allgemeine Fitness und der Muskeltonus des Patienten sind. Auch die Immunsuppression und mögliche Komplikationen, die während oder als Folge der Transplantations-Operation auftraten, werden berücksichtigt.

Neben verschiedenen Formen des Trainings sowie der Physio- und Atemtherapie gehört auch eine psychologische Begleitung zu den Maßnahmen der Rehabilitation nach einer Lungentransplantation. Zusätzlich kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein, vor allem auch bei Begleiterkrankungen wie Einschränkungen der Nierenfunktion oder Diabetes. Ziel ist es, dass Betroffene wieder aktiv am Alltag teilnehmen, vielleicht sogar wieder arbeiten können, und eine möglichst hohe Lebensqualität mit ihrem Spenderorgan haben.

BLOG 046 / 2017



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