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Lungenhochdruck
Reihe: Lungentransplantation - Der Alltag nach der Operation

Reihe: Lungentransplantation – Der Alltag nach der Operation

14. Mai 2014

Eine neue Lunge, und dann sind alle Probleme vorbei? Ganz so einfach ist es leider nicht. Auch nach einer Lungentransplantation muss ein Patient wichtige Dinge beachten.

Die größte Gefahr bei allen Transplantationen ist die Abstoßung des fremden Organs. Um diese zu vermeiden, muss das Immunsystem dauerhaft unterdrückt werden. Der Patient muss deshalb lebenslang Medikamente einnehmen, die starke Wirkungen auf den ganzen Körper haben: Durch die Unterdrückung des Immunsystems erhöht sich die Gefahr der unterschiedlichsten Infektionskrankheiten. Bakterien, Viren und Pilze können vom Körper nicht mehr so gut bekämpft werden. Deshalb sind weitere Medikamente notwendig, die den Körper vor Infektionen schützen sollen.

Trotzdem kann die Lungentransplantation das Allgemeinbefinden und die Lebensqualität sehr stark verbessern. Oft ist sie für Patienten mit Lungenhochdruck sogar die letzte Möglichkeit, das Leben zu retten.

Das sollten Sie beachten

Diese Verhaltensregeln sollten Sie nach einer Lungentransplantation unbedingt einhalten, um Ihre Chancen auf ein möglichst gesundes Leben zu erhöhen:

  • Medikamente und Gesundheitskontrollen sind lebenswichtig! Nehmen Sie deshalb Ihre Medikamente sehr gewissenhaft ein und besuchen Sie regelmäßig die Nachkontrollen. Nehmen Sie zusätzliche Medikamente nur nach Absprache mit Ihrem Arzt ein!
  • Atemübungen kennen Sie als Patient mit Lungenhochdruck sicherlich. Sie sind auch nach der Transplantation wichtig.
  • Viele Patienten nehmen nach einer Transplantation an Gewicht zu. Da Übergewicht belastend für den Körper ist, sollten Sie sich unbedingt gesund ernähren und Ihr Gewicht sehr regelmäßig kontrollieren.
  • Cortison kann vorübergehenden Diabetes auslösen. Verzichten Sie deshalb so weit wie möglich auf Zucker, um das Risiko nicht weiter zu erhöhen.
  • Verzichten Sie unbedingt auf Alkohol und Nikotin. Beides kann, vor allem im Zusammenhang mit den Medikamenten, die neue Lunge schädigen. Achtung: Auch Passivrauchen ist gefährlich!
  • Da Ihre Infektionsgefahr deutlich erhöht ist, müssen Sie penibel auf Hygiene achten. Das betrifft sowohl die Körperhygiene als auch die Hygiene in der Küche und Toilette. Meiden Sie außerdem den Kontakt zu kranken Menschen.
  • Zimmerpflanzen und Haustiere stellen ein Infektionsrisiko dar und sollten deshalb nicht im Haushalt eines immunsupprimierten Patienten vorhanden sein

 

Lesen Sie auch die ersten beide Teile unserer Reihe:
Lungentransplantation – Ja oder Nein?
Lungentransplantation – Der Ablauf



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