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Lebenshilfe
Rettungsringe für Angehörige

Rettungsringe für Angehörige

25. September 2014

Die Diagnose pulmonal-arterielle Hypertonie ist für alle Beteiligten ein Schock. Ob Eltern, Kinder, Partner oder enge Freunde: Wer einem Erkrankten nahe steht, denkt zunächst einmal daran, was er oder sie beitragen kann, um dem geliebten Menschen diese Last ein bisschen leichter zu machen. Angehörige begleiten die Therapie mit all ihren Höhen und Tiefen. Zur Verantwortung für das eigene Leben kommt in einem ganz neuen Maß als bisher die Verantwortung für das Leben des Anderen: Hilfe, Begleitung, Pflege. Aber wer sich selbst vernachlässigt, kann auch seinen Nächsten keine gute Hilfe mehr sein.

Auch Angehörige brauchen Kraft

In dieser für die ganze Familie schwierigen Situation an sich denken – das muss Ihnen nicht selbstsüchtig vorkommen. Tun Sie es für sich – und für Ihre Lieben! Fragen Sie sich, wie Sie Überforderung rechtzeitig verhindern können. Wo Ihre persönlichen Kraftquellen liegen und wie Sie sie besser nutzen. Wie Sie ein unterstützendes soziales Netzwerk aufbauen, und wo Sie eventuell soziale Dienste in Anspruch nehmen können.

Die Initiative Lungenhochdruck ist eine Anlaufstelle für alle Betroffenen. Hier finden Sie medizinische Informationen, Tipps zu sozialen Hilfen, Beratungs- und Selbsthilfeangebote, aktuelle Termine und vieles mehr. Das deutsche Gegenstück zu dieser Patienten- und Angehörigeninitiative ist der Verein Pulmonale Hypertonie e.V.

Austausch ist wichtig

Auch wer „weitab vom Schuss“ lebt und keine Selbsthilfegruppe in der Nähe hat, kann heute mit anderen Betroffenen Kontakt halten. Eine aktive Gemeinschaft von Lungenhochdruckpatienten und Angehörigen trifft sich zum Beispiel im Online-Forum des deutschen PH-Vereins. Menschen mit ähnlichen Schicksalen, die im „wirklichen Leben“ möglicherweise hunderte von Kilometern trennen, geben einander hier Rat und Informationen aus erster Hand, teilen Erfahrungen, werden ihre Fragen zu allen Themen rund um pulmonal-arterielle Hypertonie los oder tanken einfach ein bisschen Kraft.

Auch ein gutes Buch kann eine große Hilfe sein. In Büchern wie „Septemberkind“ von Werner Müller, „Als gäbe es kein Morgen“ oder „Denn die Hoffnung stirbt zuletzt“ von Maleen Fischer berichten Angehörige und Erkrankte vom Kampf ums Überleben, vom Mut zur Lebensfreude, von Momenten der Verzweiflung und der Hoffnung – und inspirieren und berühren damit von Lungenhochdruck Betroffene ebenso wie Angehörige.



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