Home
Lungenhochdruck
Sauerstofftherapie: Tipps für den Alltag

Sauerstofftherapie: Tipps für den Alltag

18. April 2016

Sie erhalten Sauerstoff oder sollen in Kürze eine Langzeit-Sauerstofftherapie beginnen, um Ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen und den Lungenhochdruck zu senken? Dann haben Ihr Arzt und Ihr Sauerstoffversorger Sie in der Regel bereits vorab über den grundlegenden Umgang und Vorsichtsmaßnahmen informiert. Hier möchten wir einige zusätzliche Tipps zu alltäglich auftretenden Fragen und Problemen bei der Sauerstofftherapie geben.

Tipps für den Alltag mit einer Langzeit-Sauerstoffversorgung

Sauerstoff ist ein Medikament und hat – genauso wie alle Medikamente – auch Nebenwirkungen. Erfahren Sie hier, welche Tipps für den Alltag nützlich sein können und was Sie gegen Nebenwirkungen wie eine trockene Nasenschleimhaut unternehmen können.

  • Auf Notfälle vorbereitet sein: Notieren Sie sich Notfallnummern, zum Beispiel die 24-Stunden-Bereitschaftsnummer des Sauerstofflieferanten. Besprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt und dem Lieferanten, was bei einem Ausfall des Geräts zu tun ist.
  • Trockene Nasenschleimhaut ist nicht nur unangenehm, sie kann auch eine Eintrittspforte für Keime darstellen. Pflegen Sie die Schleimhaut mit speziellem Nasenöl oder Nasenspray. Oft hilft auch einfaches Babyöl, mit einem Wattestäbchen aufgetragen.
  • Nasensonden häufig wechseln. Mindestens einmal pro Woche und auch dann, wenn die Eingangstüllen hart werden (Verletzungsgefahr der Schleimhaut) oder wenn sichtbare Verschmutzungen vorhanden sind.
  • Infektionen vermeiden: PVC-Artikel nicht auskochen, sondern gegen neue austauschen. Wassertropfen in Schläuchen oder Sonde sofort mit Sauerstoff vom Gerät ausblasen, da sie einen Nährboden für Keime bilden. Tipp: Schläuche hochlegen (zum Beispiel über Möbel), dann bildet sich weniger Kondenswasser.
  • PVC-Schlauch zu starr? Fragen Sie nach Silikon-Schläuchen. Diese sind weicher und lassen sich zudem auch auskochen.
  • Sauerstoff im Auto: Sie dürfen bis zu 450 Liter privaten Sauerstoff im Auto mitnehmen und das Gerät auch im Auto nutzen. Achten Sie aber auf sicheres Verstauen.
  • Gerät zu laut? Ist der Konzentrator zu laut? Dann stellen Sie das Gerät auf eine dämmende Unterlage, zum Beispiel eine Korkplatte aus dem Baumarkt.
  • Neue Schläuche und Sonden riechen komisch? Nach dem Auspacken eine Stunde ausdünsten lassen, dann verfliegt der Geruch.
  • Nasensonde drückt oder ziept? Unbequeme Nasensonden können einen in den Wahnsinn treiben. Unser Tipp: Probieren Sie Sonden verschiedener Hersteller abwechselnd aus. Sie haben unterschiedliche Druckpunkte und reizen somit nicht immer die gleichen Stellen.
  • Tauschen Sie sich mit langjährigen Sauerstoffnutzern aus. In Internetforen oder Selbsthilfegruppen bekommen Sie nützliche Tipps zu allen Problemen und Fragen.


SUCHE


ruhig atmen – das Magazin


Jetzt kostenlos bestellen


© ruhig atmen | Konzeption & Realisation speedy space