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Schnelle Hilfe anfordern: Rufhilfe, Notruf-App & Co

Schnelle Hilfe anfordern: Rufhilfe, Notruf-App & Co

2. Oktober 2017

Wenn Menschen älter werden oder gesundheitlich eingeschränkt sind, kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich darüber Gedanken machen muss: Was passiert in einem Notfall, vor allem wenn der Betroffene allein zu Hause ist?

Notruf-Hilfen sollen dafür sorgen, dass in einem Notfall einfach und schnell Hilfe gerufen werden kann. Viele Menschen denken allerdings erst daran, wenn bereits etwas passiert ist. Doch gerade bei Alleinstehenden kann es auch eine hilfreiche Vorsorgemaßnahme sein, selbst wenn noch keine schwerwiegenden Einschränkungen durch Alter, Krankheit oder Behinderung vorliegen. Der Vorteil: Notruf-Hilfen bieten eine Absicherung und geben Betroffenen und Angehörigen ein Sicherheitsgefühl. Der Nachteil kann jedoch sein, dass die Anwesenheit des Systems ständig daran erinnert, dass etwas passieren könnte. Das empfinden einige Menschen als belastend.

Im Folgenden möchten wir zwei Möglichkeiten vorstellen: die Rufhilfe und die Nutzung von Notruf-Apps für das Handy.

Rufhilfe (Heimnotruf)

Rufhilfen werden vom Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen zu einer monatlichen Gebühr angeboten. Es handelt sich um Notrufsender, welche auf Knopfdruck einen Notruf absetzen. Es schaltet sich dann zunächst eine Freisprecheinrichtung ein, über welche man den Notfall schildern kann. Man kann die Sender wie ein Armband um das Handgelenk oder als Medaillon um den Hals tragen. Früher arbeiteten die Geräte über eine Verbindung zum Festnetztelefon, es kommen hier jedoch immer neuere Techniken zum Einsatz, sodass die Geräte heute auch unabhängig vom Festnetz funktionieren.

Auch ein Einsatz als „Fallsender“ ist möglich. Im Falle eines Sturzes wird dieser vom Gerät registriert und es wird automatisch einen Notruf abgesetzt.

Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit des passiven Hilferufs. Hier betätigt man innerhalb eines bestimmten Zeitraums (24 Stunden) eine Taste, bleibt dies aus, ruft jemand an oder sieht in der Wohnung nach.

Notfall-Apps

Eine andere Möglichkeit bieten Notfall-Apps für das Handy, wie die App „Echo 112“. Sie funktioniert überall – Zuhause oder unterwegs – und das weltweit. Benötigt man Hilfe, betätigt man auf dem Handy eine Taste, das Gerät übermittelt dann nicht nur einen Notruf, sondern auch die vorher eingegebenen Daten zur Person und zu bestehenden Erkrankungen, sowie den mittels GPS ermittelten Standort.

BLOG 040 / 2017



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