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Lebenshilfe
Schulalltag für Kinder mit Lungenhochdruck

Schulalltag für Kinder mit Lungenhochdruck

23. November 2015

Kinder mit Lungenhochdruck sind in ihrem täglichen Leben stark eingeschränkt. Sie müssen sich nicht nur körperlich schonen, sondern sich auch vor Verletzungen und Ansteckungsgefahren schützen, die lebensgefährlich für sie sein könnten. Welche Rechte haben diese Kinder im normalen Schulleben?

Schulpflicht auch für kranke Kinder

Auch chronisch kranke Kinder müssen in Österreich die allgemeine Schulpflicht erfüllen. Sie haben ebenso wie gesunde Kinder ein Recht auf einen Schulbesuch, wobei eine angemessene Gesundheitsbetreuung gewährleistet sein muss.

Es obliegt dem Erziehungsberechtigten, eine Meldung über die Erkrankung des Kindes vorzunehmen. Die Schule ist nicht verpflichtet, sich routinemäßig über den Gesundheitszustand zu informieren. Oft führt vor allem die Unwissenheit der Lehrer zu Angst und Ablehnung chronisch kranker Kinder. Besonders Schulärzte spielen eine wichtige Rolle als Informationsquelle für Lehrer und Mitschüler.

Mit Lungenhochdruck in der Schule

Für Kinder mit Lungenhochdruck gestaltet sich der Schulalltag häufig schwierig. Durch ihre Krankheit häufen sich die Fehlstunden, eine Teilnahme am Sportunterricht oder an Veranstaltungen ist für sie nur begrenzt möglich.

Die Lehrer sollten bei der Planung des Unterrichts und der Schulveranstaltungen auf die Bedürfnisse des kranken Kindes eingehen. Der behandelnde Spezialist sollte die Sportmöglichkeiten des Kindes individuell festlegen. Oft scheitert die Umsetzung leider mangelndem Problembewusstsein.

Bei der Leistungsbeurteilung muss darauf Rücksicht genommen werden, was der Schüler aufgrund seiner Einschränkung leisten kann. Die Bildungsaufgabe des Unterrichtsgegenstandes muss jedoch grundsätzlich erfüllt sein.

Unterricht für kranke Kinder in Spitalsbehandlung

In sogenannten „Heilstättenschulen“ erfolgt die Fortsetzung des Unterrichts, um so eine reibungslose Reintegration in die gewohnte Schule zu gewährleisten. Der Unterricht wird dem Krankheitsbild angepasst und erfolgt immer in Absprache mit der Herkunftsschule.

Leben ohne Schule – Hausunterricht

Hausunterricht ist eine klar geregelte Alternative während der Pflichtschuljahre. Der Antrag ist bei der zuständigen Schulbehörde zu stellen. Am Ende des Jahres ist eine Externistenprüfung abzulegen. Bei positivem Ergebnis erhöht sich die Genehmigung für ein weiteres Jahr, ansonsten ist die Schulstufe an einer öffentlichen bzw. privaten Schule zu wiederholen.

Bei bestimmten Krankheiten wird eine Förderung gewährt, die sich jedoch immer auf versäumte Unterrichtseinheiten beschränkt. Bitte informieren Sie sich über das mögliche Ausmaß bei der Behörde.

Auch Kinder mit Lungenhochdruck haben das Recht auf bestmögliche ihre Entwicklung und Entfaltung. Es sollte alles unternommen werden, um sie vor jeglicher Diskriminierung zu schützen.



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