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Sexualität als Risikofaktor?

Sexualität als Risikofaktor?

14. August 2013

Sexualität ist für viele Menschen noch immer ein Tabuthema. Wenn zwei Tabuthemen wie Krankheit und Sexualität in Zusammenhang gebracht werden, wird es besonders schwierig. Doch durch Schweigen lassen sich die Probleme nicht lösen. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass aufgestaute negative Gefühle sich in anderen Bereichen entladen.

Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Sexualität. Das gilt auch für kranke und behinderte Menschen. Und es gilt auch für den gesunden Partner eines kranken oder behinderten Menschen. Darüber zu sprechen fällt oft beiden Teilen schwer. Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse und Rücksicht auf den anderen führen häufig zu seelischen Leiden, die auf Dauer die Beziehung belasten. Hier sollten beide Partner versuchen, offen miteinander zu reden, sich gegenseitig zuzuhören und im Zweifelsfall auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Besonders wichtig ist auch die Bereitschaft, bestehende Tabus zu brechen, auch im Hinblick auf sexuelle Praktiken.

Zuhören und mit Tabus brechen

Das gegenseitige Zuhören ist besonders deshalb wichtig, weil bei dem stark emotional besetzten Thema Sexualität häufig die eigenen Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

Generell sollten beide Partner wissen, dass gelebte Sexualität für den Lungenhochdruck-Patienten ein Risikofaktor sein kann. Die damit verbundene erhöhte Anstrengung und der Anstieg des Blutdrucks sowie die erhöhte Atemfrequenz sind genau das, was bei einer pulmonal-arteriellen Hypertonie zu Problemen führt.

Genießen ja, Spitzenleistungen nein

Bei all dem gilt jedoch: Rücksicht auf den kranken Partner hat absolute Priorität. Beim geringsten Anzeichen, dass er sich überanstrengt, sollten Sie auch abbrechen.

Ein befriedigendes Sexualleben ist für eine gut funktionierende Partnerschaft unerlässlich. Das gilt besonders für eine Beziehung, die durch den Lungenhochdruck eines Partners belastet ist.



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