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Lebenshilfe
Trauer-Bewältigung für Angehörige

Trauer-Bewältigung für Angehörige

16. Februar 2015

Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den einschneidendsten Erlebnissen im Leben. Für die Bewältigung der Trauer gibt es kein Rezept und kaum allgemeine Regeln. Sie ist ein sehr individueller Prozess. Doch es gibt auch Rat und Hilfe bei der Trauerbewältigung.

Alle Gefühle sind erlaubt:

Trauer ist nicht nur Traurigkeit. Zu einem Trauerprozess können auch Zorn und Unglauben, sogar Gleichgültigkeit und Erleichterung gehören. All diese und viele weitere Gefühle sind normal und erlaubt. Trauer hat viele Facetten, für die sich niemand schämen muss.

Wichtige Dinge aussprechen:

Niemand beschäftigt sich gerne mit der eigenen Sterblichkeit. Gerade bei Patienten mit einer lebensverkürzenden Krankheit bleibt der Gedanke an den Tod aber nicht aus, und das ist gut so. Viele Angehörige berichten davon, dass es ihnen gutgetan hat, vor dem Tod ihres Familienmitgliedes offen über Ängste und Sorgen, aber auch über praktische Dinge wie die Bestattung und den Nachlass gesprochen zu haben. Manchmal entsteht auf diese Weise eine tiefe Gemeinsamkeit, die auch über den Tod hinaus bestehen kann. Auch wenn solche Gespräche nicht stattgefunden haben, können Sie sie nachholen: Schreiben Sie Ihrem Verstorbenen einen Brief oder halten Sie stille Zwiesprache mit ihm und drücken Sie alles aus, was Ihrer Meinung nach noch offen ist.

Hilfe suchen und annehmen:

Manche Menschen können mit Trauernden nicht gut umgehen. Sie wissen nicht, wie sie ihnen helfen können, sind unsicher, ob sie sie auf den Verlust ansprechen können und unterschätzen oft die lange Zeit, die ganz von der Trauer eingenommen scheint. Helfen Sie Ihren Freunden und Verwandten, damit diese wiederum Ihnen helfen können. Sagen Sie deutlich, was Sie brauchen können und was Ihnen guttun würde. Dazu kann auch gehören, gut gemeinte Angebote abzulehnen. Versuchen Sie, so weit wie möglich auf sich und Ihre Bedürfnisse zu achten. Nach den ersten Monaten empfinden viele Trauernde es als hilfreich, sich in Trauergruppen auszutauschen. In vielen österreichischen Städten gibt es solche Trauergruppen. Ansprechpartner können Hospizvereine sein, aber auch Bestatter und Ärzte haben oft Adressen von angeleiteten Trauergruppen.



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