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Unbekannte Symptome? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Unbekannte Symptome? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

29. Oktober 2015

Ein Arztbesuch ist unbequem: Man verbringt unter Umständen viel Zeit in Wartezimmern, die Untersuchungen können unangenehm sein und manchmal wäre der Arztbesuch gar nicht nötig gewesen. Trotzdem lohnt es sich, auch über scheinbare Kleinigkeiten mit dem Arzt zu sprechen: Viele lästige Symptome können leicht behoben werden. Und manchmal steckt doch etwas Ernsteres dahinter.

Ernste Symptome? Warum die Selbsteinschätzung oft fehlschlägt

Im Bezug auf die eigene Körperwahrnehmung sind Menschen sehr unterschiedlich: Während die einen schon kleinste Veränderungen wahrnehmen und sofort schlimme Krankheiten befürchten, harren andere auch bei schweren Symptomen stoisch aus.

Schon deshalb ist eine Selbsteinschätzung des körperlichen Zustandes oft nicht einfach. Dazu kommen weitere Faktoren, zum Beispiel ein Gewöhnungseffekt, der uns Symptome verzerrt wahrnehmen lässt.

Und: die Schwere der Anzeichen sagt nicht viel über die Schwere der Krankheit aus. Auch auffällige Symptome können ganz harmlos sein, während diffuse, vielleicht ganz unwichtig wirkende Beschwerden Anzeichen für eine ernste Krankheit sein können.

Was hinter einem Symptom steckt, kann nur ein Arzt herausfinden. Scheuen Sie sich deshalb nicht, auch bei scheinbaren Kleinigkeiten Ihren Arzt anzusprechen!

Beispiel für Begleiterkrankungen: Sklerodermie und Lungenhochdruck

Lungenhochdruck ist eine lebensgefährliche und stark einschränkende Erkrankung, die aufgrund ihrer diffusen Symptome oft erst spät erkannt wird. In vielen Fällen geht ihr eine andere Krankheit voraus – die Sklerodermie.

Bei einer Sklerodermie verhärtet und verdickt sich die Haut und verliert ihre Elastizität. Zusätzlich können auch Organe betroffen sein, zum Beispiel ist die Gefahr von Lungenhochdruck deutlich erhöht.

Wird Sklerodermie frühzeitig behandelt, kann der Verlauf verzögert hintangehalten werden. Eine regelmäßige Untersuchung der Lunge sorgt dafür, dass ein eventuell auftretender Lungenhochdruck ebenfalls frühzeitig behandelt wird.

Die Realität sieht jedoch leider anders aus: Viele Patienten sprechen erst sehr spät mit einem Arzt über ihre Symptome (zum Beispiel Hautrötungen, schmerzende Gelenke oder weiß verfärbte Finger bei Kälte), sodass beide Krankheiten erst spät (manchmal zu spät) erkannt werden.

Der Zusammenhang zwischen Sklerodermie und Lungenhochdruck ist natürlich nur ein Beispiel, ähnliche Korrelationen gibt es zwischen vielen Krankheiten. Sprechen Sie deshalb frühzeitig mit einem Arzt, wenn Sie Beschwerden haben, selbst wenn Ihnen diese unwichtig erscheinen.

Vielleicht sind die Symptome leicht zu lindern (zum Beispiel wenn es sich um Nebenwirkungen von Medikamenten handelt), vielleicht stellen sie sich als ganz harmlos heraus und Sie können beruhigt sein. Vielleicht retten Sie aber auch Ihre Gesundheit, indem Sie eine schwerere Erkrankung frühzeitig erkennen.



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