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Lebenshilfe
Was Sie als Angehöriger wissen müssen

Was Sie als Angehöriger wissen müssen

23. Dezember 2013

Wenn  die  Diagnose  pulmonal-arterielle  Hypertonie  gestellt  wird,  verändert  sich  nicht nur  das Leben  der  Betroffenen,  sondern  auch  das  der  Angehörigen.  Wie  Sie  damit umgehen können, lesen Sie hier. 

Treppensteigen, Einkäufe erledigen und Kochen sind Tätigkeiten, die nach dieser Diagnose nach  und  nach  kaum  zu  bewältigen  sind.  Hier  ist  die  Hilfe  des  Lebenspartners  oder  eines Familienmitgliedes gefragt.

Was Sie über das Leben mit Lungenhochdruck wissen müssen

  • Reisen. Speziell Flugreisen sind nicht empfehlenswert, da es durch den verminderten Sauerstoffdruck zu  Komplikationen  kommen  kann. Nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt können in manchen Fällen aber auch Betroffene mit mobiler Sauerstoffversorgung eine kurze Flugreise antreten. Tagesausflüge  mit  wenig  Anstrengung sind kein Tabu , wenn Betroffene sich dazu fit genug fühlen.
  • Freizeit.  Vergessen  Sie  nicht  auch  mal selbst abzuschalten  und  Dinge  zu  tun,  die  Sie glücklich machen. Sie lassen deshalb niemanden im Stich. Nur wenn Sie bei Kräften sind, können Sie eine gute Stütze für Betroffene sein.
  • Sexualität  und  Kinderwunsch.  Da  eine  Schwangerschaft  sehr  gefährlich  für Mutter  und  Kind  ist,  wird streng  davon  abgeraten  und  eine  zuverlässige Empfängnisverhütung ist Pflicht.
  • Erbgut.  Eine  Veränderung  im  Erbgut  kann  eine  mögliche  Ursache  sein,  dennoch beträgt das familiäre Auftreten bloß  4-6%. Nur weil ein Elternteil erkrankt, heißt es nicht, dass das Kind das ebenfalls muss.
  • Sport.  Der  gemeinsame  Ausflug  ins  Fitnesscenter  ist  gestrichen?  Generell  wird Betroffenen von  sportlichen  Aktivitäten  abgeraten.  Dennoch kann der behandelnde Arzt oder Ärztin eine Bewegungstherapie verordnen, die zu einer besseren Lebensqualität führen kann. Machen Sie einen gemeinsamen Spaziergang. Wenn die oder der  Betroffene erschöpft ist, setzen  Sie sich  auf eine Parkbank und ruhen sich aus.
  • Hilfe  und  Notfälle.  Es  gibt  viele  Organisationen,  wo  Sie  Hilfe  holen  können. (Haushaltshilfe, Zustellservice, …)  Informieren Sie sich vorab, welche  Komplikationen und Notfälle es geben kann und lassen Sie sich die ersten Schritte zur Hilfe von dem behandelnden Arzt genau erklären. Notieren Sie sich alle wichtigen Nummern und platzieren Sie diese gut sichtbar im Haushalt.

Das Zusammenleben mit einer erkrankten Person ist nicht einfach. Durch Reden mit Ärzten, Freunden und den Betroffenen findet man einen Weg das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Weitere Hilfe und Information finden Sie bei uns und auch auf www.lungenhochdruck.at.



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