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Lungenhochdruck
Was tun bei einem Notfall?

Was tun bei einem Notfall?

27. Mai 2014

Ist eine an Lungenhochdruck erkrankte Person schon durch die Krankheit allein in einer lebensbedrohlichen gesundheitlichen Situation, kann ein Notfall bei nicht sachgemäßer Vorgehensweise schwere Folgen für den betroffenen Patienten nach sich ziehen. 

Deshalb gehört ein entsprechender Notfallausweis unbedingt ins Portemonnaie. Dies erleichtert es den anwesenden Helfern, die richtigen Maßnahmen einzuleiten, gerade wenn der Patient vielleicht nicht mehr ansprechbar ist.

Fachkundige Hilfe herbeirufen

Tritt bei pulmonal-arterieller Hypertonie ein medizinischer Notfall ein, ist es wichtig, möglichst rasch Erste Hilfe zu leisten. Dazu gehört auch das Absetzen eines telefonischen Notrufs. Nur so gelangen die Rettungskräfte rechtzeitig an den Notfallort. Die bundeseinheitliche Notrufnummer ist die 112. Über diese kostenlose Telefonnummer, die auch über Notrufsäulen oder Funknetze von Linienbussen und Taxen getätigt werden kann, erreichen Sie die nächstgelegene Rettungsleitstelle. Wählen Sie stattdessen die 110, leitet Sie die Polizei umgehend zur Rettungsleitstelle weiter.

Der Inhalt des Notrufs richtet sich nach der Systematik der „5 W“:

  • Wo ist der Notfallort?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Was fehlt dem/den Betroffenen?
  • Warten Sie grundsätzlich auf Rückfragen der Rettungsleitstelle!

Bei Auslandsaufenthalten empfiehlt es sich Lungenhochdruckpatienten und Mitreisenden, vorab Informationen zu den im Reiseland gültigen Notrufnummern einzuholen.

Welche Auskünfte benötigt der Notarzt?

Sobald der Notarzt eintrifft, sollten Sie ihn umgehend über die Erkrankung an Lungenhochdruck und die regelmäßig eingenommenen Medikamente informieren. Das ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, weil sich einige Arzneimittel grundsätzlich nicht für Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie eignen, beispielsweise Mittel gegen Schwindel oder niedrigen Blutdruck, zu deren Bestandteilen sogenannte Alpha-Mimetika gehören. Diese Wirkstoffe binden selektiv an Alpha-Adrenozeptoren an, aktivieren diese und führen so zu einer Verengung der Blutgefäße und damit zu einem Anstieg des Blutdrucks. Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika sind ebenso zu vermeiden wie Betablocker, die zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen oder zur Senkung eines bestehenden Bluthochdrucks in Betracht gezogen werden könnten.



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