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Lebenshilfe
Wege aus der Krise

Wege aus der Krise

1. April 2014

Die Diagnose Lungenhochdruck oder PAH (pulmonal-arterielle Hypertonie) bedeutet für die Betroffenen einen Schock. Sie müssen ihr Leben und ihren Alltag neu einrichten. Da ist es oft schwer, nicht den Mut zu verlieren.

PAH bedeutet häufig auch eine Reduktion der Arbeitszeit oder gar die Aufgabe des Berufs. Körperliche Beschwerden, zunehmender Verlust der bisherigen sozialen Beziehungen, Abhängigkeit von fremder Hilfe und viele andere Faktoren belasten die Seele und indirekt auch das Immunsystem. Innere Anspannung, Gereiztheit und Sorgen um die Existenz führen schnell in eine emotionale Negativspirale, die nicht selten in depressiven Zuständen mündet. Hier ist also jede Hilfe mehr als willkommen, besonders in psychischer Hinsicht.

Jede Hilfe zählt bei pulmonal-arterielle Hypertonie

Nur wenige Menschen verfügen ein so starkes Selbstwertgefühl, mit dessen Hilfe sie die Krise aus eigener Kraft überwinden können. Meist ist eine umfassende emotionale Unterstützung von außen erforderlich, sei es durch die Familie, durch Freunde und Bekannte oder durch professionelle Helfer.

Je enger die Bindung zu den Familienangehörigen ist, desto schwieriger wird es für diese, dauerhaft motivierend auf den Patienten einzuwirken. Der belastende Alltag und die vielen kleinen, nervenden Dinge des täglichen Lebens mit einem PAH-Angehörigen zehren an den Kräften. Vieles bleibt oft unausgesprochen, sei es die Sorge um den Angehörigen oder die Trauer um den Verlust der eigenen persönlichen und beruflichen Träume.

Dennoch ist es für beide, Patienten und Angehörige, wichtig, auch und gerade aus den kleinen Dingen des Alltags immer wieder Kraft zu schöpfen. Sei es eine kleine Aufmerksamkeit, ein liebes Wort, eine Geste, ein Gespräch oder einfach nur das Zusammensein, die erste Schwalbe, ein Schmetterling oder ein kleiner Blumenstrauß.

Spirituelle und professionelle Hilfe

In Zeiten der zunehmenden Säkularisierung gewinnt für Menschen in der Krise der Glaube oft wieder eine neue Bedeutung. Sie können aus religiösen und spirituellen Gedanken und Handlungen neue Kraft schöpfen, etwa aus Motivationssprüchen, Meditationen oder Gebeten.

Zögern sollte niemand, auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das kann ein seelsorgerisches Gespräch sein, aber auch eine Selbsthilfegruppe oder eine Therapie. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über Vereine oder weiterführende psychologische Unterstützungsangebote. Auch wir haben Ihnen auf der Seite Adressen eine Auswahl von Selbsthilfegruppen und auf pulmonal-arterielle Hypertonie spezialisierte Zentren zusammen gestellt.



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