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Wie erkenne ich eine Depression?

Wie erkenne ich eine Depression?

17. Juli 2013

Lungenhochdruck ist eine schwere Erkrankung, die Patienten leiden nicht nur unter den körperlichen Beschwerden. Hinzu kommen oft psychische Leiden, die nur selten ausgesprochen und allzu oft überspielt oder ignoriert werden. Dies ist bereits der Anfang vom oft unbemerkten Weg in die Depression. Doch wie können Angehörige und Freunde erkennen, dass der  Lungenhochdruck-Patient eine Depression entwickelt?

Trauer um verlorene Lebensqualität und Ängste werden im beschwerlichen Alltagstrott verdrängt und tabuisiert. Auch Angehörige kämpfen oft mit ihrer eigenen Sprachlosigkeit.  In diesem Zustand leiden beide Teile stumm. Die unausgesprochenen Gefühle belasten die Psyche, die Seele leidet, und der Sog wird immer stärker.

Depressive Verstimmung oder echte Depression?

Eine Depression ist eine ernsthafte psychische Erkrankung und nicht zu verwechseln mit einer depressiven Verstimmung, die vorübergehend (wenige Stunden  bis wenige Tage) ist. Hält eine depressive Verstimmung über mehr als zwei Wochen an, liegt der Verdacht auf eine echte Depression nahe. Die Diagnose stellt ein Arzt  und  ohne professionelle Hilfe (Medikamente und Psychotherapie) ist sie kaum zu bewältigen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige die Zeichen erkennen und rechtzeitig den behandelnden Arzt informieren.

Eine Depression zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Betroffene jegliche Lebensfreude, jede Motivation, alle Interessen und jeglichen Antrieb verliert. Der  Patient muss sich regelrecht zwingen, auch die kleinsten alltäglichen Dinge zu erledigen. Alles wird zur Last und man ist  sich selbst die größte Last.

Was deutet auf eine Depression hin?

Es gibt einige typische Anzeichen, die auf eine beginnende oder bereits manifeste Depression hindeuten können. Häufig sind es auch psychosomatische Symptome, die oft irrtümlich anders gedeutet werden und nicht mit einer Depression in Zusammenhang gebracht werden.

Achten Sie deshalb besonders verstärkt auf folgende Symptome:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Keine Freude / kein Interesse mehr an Dingen, die früher Spaß gemacht haben
  •  Schwindendes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Unruhe
  • Schlechtes Sehen ohne erkennbare Ursache
  • Überempfindlichkeit gegenüber Licht
  • Blasenstörungen
  • Schlafstörungen (schlechtes Ein- und Durchschlafen, Alpträume, aber auch gesteigertes Schlafbedürfnis)
  • Störungen des vegetativen Nervensystems (Hitzewallungen, Kälteschauer, Zittern, kalte Hände/Füße)
  • Kein Zeitgefühl

Suchen Sie beim Verdacht auf eine Depression professionelle Hilfe

Wenn Sie solche Anzeichen bei Ihrem Angehörigen anhaltend erkennen, sollten alle Alarmglocken klingeln.

Eine Depression kommt allerdings meist nicht von jetzt auf gleich. Sie ist eine Phase in einem Gesamtprozess der Trauerverarbeitung, um die es hier letztlich geht. Am Beginn  einer solchen Trauer steht ein wahrer Gefühlswirrwarr, bestehend aus Wut, Verzweiflung, Angst, Schuldgefühlen, Trauer, Hoffnung auf Besserung und Enttäuschung. Wichtig ist jedoch, dass der Patient nicht in dieser depressiven Phase steckenbleibt.



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