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Zahnhygiene: Warum sie besonders wichtig ist

Zahnhygiene: Warum sie besonders wichtig ist

3. Juni 2014

Auf Zahnhygiene kann wohl niemand verzichten. Und gerade, wer von pulmonal-arterieller Hypertonie (Lungenhochdruck) betroffen ist, sollte die Pflege von Zähnen und Zahnfleisch nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Zahnentzündungen können Infektionen hervorrufen

Mundgesundheit und Allgemeinbefinden sind enger miteinander verknüpft, als viele annehmen. Gesundheit und Krankheit des Organismus spiegeln sich gleichermaßen in der Mundhöhle. Viele systemische Erkrankungen ziehen die Mundhöhle in Mitleidenschaft. Ein erhöhtes Risiko chronischer Zahnfleischentzündungen(Parodontitis) wurde in Studien unter anderem für Autoimmunerkrankungen wie Sklerodermie, Morbus Crohn oder rheumatoide Arthritis und für Diabetes und gefunden. Umgekehrt können Entzündungsherde im Mund, wie sie bei Parodontitis, aber auch bei Zahnwurzelentzündungen (Pulpitis) auftreten, durch Ausbreitung von Bakterien, bakteriellen Toxinen und körpereigenen Entzündungsmediatoren über den Blutkreislauf auch anderenorts im Körper Infektionen oder Entzündungen hervorrufen, deren wahre Ursache dann oftmals nicht erkannt wird. Diskutiert wird eine solche Verknüpfung etwa für rheumatoide Arthritis, Herzerkrankungen und Arteriosklerose.

Der ganzheitliche Zusammenhang zwischen Mundhöhle und Körper macht es mitunter schwierig, genau zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden. Ist die Autoimmunerkrankung nun Ursache des empfindlichen Zahnfleischs, tragen Toxine aus Entzündungsherden im Mund zum Entzündungsgeschehen im Körper bei – oder handelt es sich um nebeneinander bestehende unabhängige Symptome der gleichen Grundproblematik?

Tipps für gesunde Zähne

Wer an einer Erkrankung wie pulmonal-arterieller Hypertonie leidet, tut gut daran, auch auf die Mundhygiene besonders zu achten. Dreimal täglich gründlich putzen und regelmäßig Zahnseide verwenden – das sind gut investierte 15 Minuten, die vielleicht mehr ersparen als nur den Zahnarztbohrer. Auch auf zahnärztliche Kontrollen in kürzeren Abständen und regelmäßige professionelle Zahnreinigung als Vorbeugung gegen Parodontitis sollte besonderer Wert gelegt werden.

Tritt der Lungenhochdruck in Verbindung mit der rheumatischen Autoimmunerkrankung Sklerodermie auf, stehen Sie hinsichtlich Zahnhygiene und Mundgesundheit vor besonderen Herausforderungen. Nicht nur, dass verringerter Speichelfluss das Entstehen von Karies begünstigt und Veränderungen der Mundschleimhaut das Parodontitisrisiko erhöhen – die eingeschränkte Mundöffnung erschwert oft die tägliche Mundhygiene ebenso wie prophylaktische Maßnahmen und notwendige Zahnbehandlungen beim Zahnarzt. Umso wichtiger sind hier regelmäßige präventive Untersuchungen und konsequente Fluorid-Prophylaxe. Studien zeigen, dass auch Sklerodermie-Patienten mit gründlicher Zahnhygiene (zum Einsatz kamen elektrische Zahnbürsten und Zahnseide sowie Übungen zur Verbesserung der Mundöffnung) ihre Zahnfleischgesundheit signifikant verbessern konnten.

 



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