Home
Freizeit
Haustiere bei Lungenerkrankung? Pro und Kontra

Haustiere bei Lungenerkrankung? Pro und Kontra

24. Juli 2019

Haustiere können das Leben sehr bereichern, aber sie bringen auch Herausforderungen mit sich. Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Nicht alle Tiere sind in solch einem Fall geeignet. Außerdem benötigen Sie einen sicheren und verlässlichen Plan, falls Sie sich vorübergehend oder sogar dauerhaft nicht mehr um Ihr Tier kümmern können.

Pro-Argumente – dies spricht für ein Haustier:

  • Tiere tun einfach gut und können sogar einen positiven Effekt auf die Psyche bzw. die Gesundheit haben, das zeigen verschiedene Studien und die meisten Tierhalter werden es bestätigen. Es gibt Hinweise darauf, dass Tierhalter weniger gestresst sind, sich glücklicher fühlen und sogar ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen aufweisen.
  • Haustiere sind wunderbare Gefährten und erleichtern oftmals auch den Kontakt zu anderen tierlieben Menschen.
  • Haustiere halten uns auf Trab. Hunde ganz besonders, denn sie müssen mehrmals täglich Gassi gehen. Aber auch bei anderen Tieren ist Aktion notwendig: Beim Kaufen des Futters, Streicheln und Spielen oder Ausmisten des Käfigs kommt man ganz automatisch in Bewegung.
  • Vielen Menschen tut es gut, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und auf diese Weise eine neue, wichtige Aufgabe zu haben.

Kontra-Argumente – dies spricht gegen ein Haustier:

  • Haustiere brauchen auch dann Versorgung, wenn es Ihnen gerade nicht gut geht. Dies bedeutet: Sie können sich möglicherweise nicht die Ruhe gönnen, die Sie gerade brauchen. Dadurch kann die Verantwortung schnell zu viel werden.
  • Manche Haustiere (zum Beispiel Hunde) binden sich sehr eng an ihre Halterin oder ihren Halter. Dies kann zu Problemen führen, wenn Sie zum Beispiel ins Krankenhaus müssen.
  • Sie brauchen eine gute Organisation: Planen Sie, wer sich um Ihr Tier kümmert, falls sich Ihre Erkrankung verschlechtert und Sie nicht mehr dafür sorgen können.
  • Haustiere können Krankheiten übertragen. Das ist besonders für Menschen nach einer Lungentransplantation ein Problem, deshalb sind höchste Hygienemaßnahmen notwendig.
  • Haustiere mit Fell oder Gefieder erhöhen die Luftverschmutzung in Innenräumen deutlich. Tierhaare und Gefiederstaub können die Lunge belasten. Dies ist besonders bei allergischen Lungenerkrankungen (zum Beispiel bei allergischem Asthma) ein großes Problem.
  • Haustiere können hohe Kosten verursachen, die manchmal im Vorfeld gar nicht absehbar sind. Wenn ein Tier zum Beispiel selbst chronisch krank wird oder Operationen braucht, können die Kosten schnell ansteigen.

Haustiere? Eine Einzelfallentscheidung

Ob in Ihrem Fall die Vor- oder Nachteile überwiegen, muss individuell entschieden werden. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Lungenfachärztin/Ihrem Lungenfacharzt, bevor Sie sich ein Tier anschaffen und überlegen Sie gut, welches Tier sich für Sie eignen könnte.

Hunde brauchen besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit, dafür geben sie auch besonders viel Zuneigung. Falls Sie eine Tierhaarallergie haben oder generell zu Allergien neigen, sollten Sie bei der Auswahl des Tieres besonders vorsichtig sein, denn Hunde, Katzen und Nager lösen leider besonders häufig Allergien aus. Allerdings ist die Menge der Allergene stark von der jeweiligen Rasse abhängig. Auch bei Vögeln ist Vorsicht geboten: Vogelkot, Gefiederstaub und Milben können die Lunge stark belasten. Auf der sicheren Seite sind Sie mit Fischen, Amphibien oder Reptilien. Sie lösen nur äußerst selten Allergien aus.

Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Tieren

Um Ihre Gesundheit nicht weiter zu belasten, sollten Sie einige Hygienemaßnahmen befolgen:

  • Lassen Sie Ihr Tier nicht im Bett schlafen und teilen Sie vor allem nicht das Kopfkissen mit ihm. Idealerweise sollte das Schlafzimmer ein komplett tierfreier Raum sein.
  • Erlauben Sie dem Tier nicht, Ihr Gesicht abzulecken und küssen Sie umgekehrt das Tier nicht.
  • Wenn Sie mit Tierkot hantieren müssen, tragen Sie am besten Handschuhe.
  • Waschen Sie sich nach jedem Kontakt mit Ihrem Haustier gründlich die Hände. Achten Sie darauf, sich vor dem Händewaschen nicht ins Gesicht zu fassen und nichts zu essen.

Wenn Ihre Ärztin/Ihr Arzt das Okay gibt und Sie diese Maßnahmen beachten, steht dem Haustierglück nichts im Wege.

 

Weiterführende Links:

 

Die angegebenen weiterführenden Links sowie die darin angezeigten Verlinkungen liegen nicht in der Verantwortung von „ruhig atmen“, daher kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden.

BLOG 28/ 2019



SUCHE


ruhig atmen – das Magazin


Magazin Ruhig Atmen 2019/1

Jetzt kostenlos bestellen


© ruhig atmen | Konzeption & Realisation speedy space

© Janssen-Cilag Pharma GmbH 2019. Alle Rechte vorbehalten.

Mit dem Benutzen dieser Website erklären Sie sich mit unseren Nutzungs - und Haftungsbedingungen sowie unserer Datenschutzerklärung einverstanden. Informieren Sie sich über unsere Cookie Policy.
Diese Website wird von Janssen-Cilag Pharma GmbH, Vorgartenstraße 206B, 1020 Wien veröffentlicht, die die alleinige Verantwortung für den Inhalt trägt (Impressum).
Sie richtet sich ausschließlich an Benutzer in Österreich.

Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2019

Vorlese-Funktion Bewerbung