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Wie Ärzte in Höhenluft Lungenerkrankungen erforschen

Wie Ärzte in Höhenluft Lungenerkrankungen erforschen

19. März 2018

Sauerstoffmangel (Hypoxie) kennen leider viele Menschen mit Lungenhochdruck. Blaue Lippen, Atemnot und Schwäche sind die Folge. Forscher versuchen jetzt an einem ungewöhnlichen Ort, den Sauerstoffmangel zu untersuchen: auf Bergen wie dem Kilimanjaro oder dem Mount Everest.

Hypoxie und Höhenluft

Schon seit Langem begeben sich Forscher in luftige Höhen. Früher ging es oft um die Erforschung des Phänomens der Höhenkrankheit oder um andere Erkrankungen, welche durch Aufenthalt in großen Höhen hervorgerufen werden. Heute geht es auch um andere Fragestellungen, zum Beispiel darum, wie der Körper und seine Zellen generell auf Sauerstoffmangel reagieren. Denn je höher man steigt, desto dünner wird die Luft. Der Luftdruck und Sauerstoffgehalt sinken, es kann weniger Sauerstoff durch die Lunge aufgenommen werden und es kommt zur Hypoxie, also zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Hypoxie kann zu Veränderungen der Herz- und Lungenfunktion führen. Diese ähneln jenen, welche bei Erkrankungen wie COPD, Schlafapnoe oder Lungenhochdruck auftreten. Dadurch lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse auch auf Patienten mit Lungenerkrankungen übertragen.

Abenteuerliche Forschung

Forschung in Höhenluft führte 2016 zum Beispiel ein Team von Wissenschaftlern der amerikanischen Mayo Clinic durch, das den Kilimanjaro bestieg. Das Kilimanjaro-Massiv ist mit einer Höhe von 5895 Metern das höchste Bergmassiv Afrikas. 27 mutige Forscher kletterten 11 Tage lang immer höher. Dabei wurden regelmäßige Tests und Untersuchungen durchgeführt. In Ruhe und Belastung (und zum Teil selbst im Schlaf) wurden Puls, Sauerstoffgehalt im Blut, Lungen- und Herzfunktion oder der Atemfluss durch die Nase gemessen. Auch die Universität in Gießen forscht in der Höhe und arbeitet dabei mit einer Universität in Tibet zusammen. Auf der tibetischen Seite des Mount Everest untersuchen die Mediziner in 6000 Metern Höhe unterschiedliche Aspekte des Sauerstoffmangels in Höhenluft.

In Zukunft könnten solche Untersuchungen als spannendes Modell dienen und Daten liefern, welche die Behandlung und das Verständnis von Herz- und Lungenkrankheiten erweitern. Mehr zum Thema können Sie auch in der aktuellen Ausgabe des ruhig atmen Magazins nachlesen.

 

Quellen:

BLOG 013 / 2018



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Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2018

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