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Lungenhochdruck
Patientencompliance – Auf Sie kommt es an!

Patientencompliance – Auf Sie kommt es an!

30. Januar 2019

Die moderne Medizin kennt inzwischen viele Möglichkeiten, um Lungenhochdruck und andere chronische Erkrankungen zu behandeln. Doch dies nützt wenig, wenn die Betroffenen ihre Medikamente nicht regelmäßig einnehmen oder ihren Lebensstil nicht ändern wollen. Hiermit entsteht ein großes Problem: Mindestens 50 % der ärztlichen Empfehlungen werden nicht umgesetzt, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Compliance oder Non-Compliance in der Medizin:

Der Begriff Compliance kommt aus dem Englischen und bedeutet „Einhaltung“ oder „Befolgung“. Im Bereich der Medizin ist damit die Therapietreue gemeint, also das Befolgen von ärztlichen Ratschlägen. Leider ist Non-Compliance weit verbreitet: Etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten nimmt Medikamente nicht regelmäßig in der verschriebenen Menge ein. Bei anderen Maßnahmen wie einem Rauchstopp oder einem gesunden Lebensstil ist die Patientencompliance noch schlechter.

Dies hat viele Gründe: Manchmal ist die Kommunikation zwischen ÄrztInnen und PatientInnen für den Betroffenen unklar, traut sich jedoch nicht nochmals nachzufragen. Je überzeugter PatientInnen von der verschriebenen Therapie sind, umso eher werden die ärztlichen Ratschläge befolgt. Die Therapietreue steigt ebenfalls, wenn Betroffene genau Bescheid wissen, welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie erwarten können. Manchmal verlieren PatientInnen auch einfach den Überblick und nehmen ihre Medikamente deshalb nicht regelmäßig ein. Hinzu kommt natürlich, dass Änderungen im Lebensstil nicht leicht umzusetzen sind und eine hohe Motivation benötigen, hierbei sind viele Betroffene auf Unterstützung angewiesen.

Fehlende Therapietreue kann lebensgefährlich sein:

Werden ärztliche Empfehlungen nicht umgesetzt, kann dies oft schwerwiegende Folgen haben, Medikamente können z.B. ihre volle Wirkung nicht entfalten oder im Bereich Lungenerkrankungen kann falsche Handhabung von Inhalationsgeräten auftreten. Genauso wichtig sind Empfehlungen zu Änderungen im Lebensstil, wie z.B. der Verzicht auf das Rauchen, eine gesunde Ernährung und angepasste Bewegung, denn diese Maßnahmen haben entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Im Fall einer chronischen Erkrankung wie Lungenhochdruck bedeutet dies: Wer die ärztlichen Empfehlungen nicht befolgt, riskiert schwere Gesundheitsschäden. Non-Compliance kann sogar lebensbedrohlich sein.

Besonders heikel ist es, wenn ÄrztInnen nichts von der fehlenden Therapietreue ihrer PatientInnen wissen. Aus schlechtem Gewissen oder anderen Gründen verheimlichen viele PatientInnen, wie wenig sie sich tatsächlich an die Empfehlungen halten. Eine mögliche Folge können falsche (Folge)Behandlungen vergesellschaftet mit höheren Risiken für die Betroffenen sein.

Fazit: Je genauer Sie sich an die Empfehlungen Ihrer ÄrztInnen halten, umso größer wird der Behandlungserfolg sein. Sollten Sie Bedenken haben, suchen Sie unbedingt das Gespräch mit ihrer/ihrem behandelnden Ärztin/Arzt und lassen Sie sich genau erklären, was Sie aus welchem Grund tun sollen.

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/45812/Fehlende-Compliance-Patienten-die-dem-Arzt-etwas-vorgaukeln
  • https://www.copd-deutschland.de/links-von-startseite/patientencompliance-schluessel-zum-erfolg.html
  • https://www.copd-deutschland.de/links-von-startseite/compliance-des-patienten-was-foerdert-was-verhindert-die-therapietreue.html
  • https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2003/daz-30-2003/uid-10183


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Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2018

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