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Schlechte Gewohnheiten ablegen – so ist es machbar!

Schlechte Gewohnheiten ablegen – so ist es machbar!

18. November 2019

Gewohnheiten gehören wohl zu den mächtigsten Systemen unseres Gehirns: Wir machen Dinge einfach so, wie wir sie immer machen. Das zu ändern, ist ganz schön schwierig. Trotzdem ist es möglich, schlechte Gewohnheiten abzulegen. Wir erklären Ihnen, wie es geht.

Wofür sind Gewohnheiten gut?

Viele Handlungen unseres Tages laufen einfach als Gewohnheit ab, und das ist auch gut so. Jede Gewohnheit erspart uns nämlich eine Entscheidung. Man putzt sich morgens einfach die Zähne, ohne lange darüber nachzudenken, ob das jetzt sinnvoll ist und wie genau es funktioniert. Die Handlung läuft fast von alleine ab und dies entlastet unser Gehirn. Außerdem fühlen sich Gewohnheiten und Rituale wohlig und beruhigend an. Gerade in stressigen Zeiten tun sie uns gut. Allerdings wirkt die Kraft der Gewohnheit auch dann, wenn wir ein bestimmtes Verhalten eigentlich loswerden wollen. Egal ob es um das Rauchen, schlechte Ernährung oder mangelnde Bewegung geht: Um unser Verhalten zu ändern, müssen wir unsere Gewohnheiten angreifen. Mit diesen Tipps funktioniert dies etwas leichter:

Schlechte Gewohnheiten durch bessere ersetzen:

Etwas nicht mehr zu tun, kann ganz schön schwierig werden. Einfacher ist es, wenn Sie versuchen, eine Alternative zu Ihrem Handeln zu finden. Dazu sollten Sie zunächst hinterfragen, welchen Vorteil Ihnen ein Verhalten bringt, denn so können Sie ein anderes Verhalten finden, welches diesen Zweck ebenfalls erfüllt. Ein Beispiel: Manche Menschen verbinden Ihre Rauch- oder Kaffeepause mit regelmäßigen Pausen im Alltag, welche zur Entspannung dienen. Auch wenn der Zigaretten- oder Kaffeekonsum reduziert werden möchte, bleibt das Bedürfnis nach der Pause. Versuchen Sie, weiterhin kurze Verschnaufpausen einzuplanen, aber anstatt Ihrem gewohnten Muster nachzugehen, wenden Sie in dieser Zeit eine zuvor gelernte Entspannungstechnik an. (Diese finden Sie z. B. in unserem Artikel Entspannungstechniken“
https://ruhigatmen.at/entspannungtechniken-teil-1-autogenes-training/)

Damit füllen Sie die Lücke, die durch das Wegfallen der alten Gewohnheit entsteht, mit einer neuen. Das macht die Sache leichter.

Gewohnheiten bewusst machen:

Das große Problem bei schlechten Gewohnheiten ist, dass wir sie kaum bemerken. Bevor unser bewusstes Denken zugeschaltet ist, haben wir schon die halbe Chipstüte leergegessen. Um dies zu verhindern, kann es helfen, sich die Gewohnheit ein bisschen schwerer zu machen. Im Fall der Chips hieße das: Legen Sie die Chipstüte in die hinterste Ecke Ihres Schrankes oder an einer anderen, schwerer zugänglichen Stelle ab. Während Sie dann „bei Bedarf“ danach kramen, bemerken Sie eher, was Sie gerade vorhaben.

Auslöser meiden:

Die meisten Gewohnheiten sind in einer Art „Wenn-Dann-Verknüpfung“ an einen Auslöser gekoppelt. Wenn Sie diesen Auslöser erkennen, haben Sie schon viel gewonnen. Finden Sie heraus, was Ihrer schlechten Gewohnheit direkt vorausgeht. Was führt dazu, dass Sie ein Verlangen nach der Zigarette oder nach Schokolade haben? Vielleicht greifen Sie immer abends vor dem Fernseher nach der Schokoladentafel? Dann könnte es eventuell schon helfen, den Abend einmal mit einem Hörbuch zu verbringen und zu sehen ob es einen Unterschied in Ihrem Verlangen nach Süßem macht. Beobachten Sie genau, welche Auslöser es gibt und was dahintersteckt, dann kommen Sie auch Ihren Gewohnheiten leichter auf die Spur.

 

Weiterführende Links:

 

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BLOG 37/ 2019



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Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2019

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