Home
Lungenhochdruck
Über Lungenhochdruck sprechen: Tipps für Angehörige

Über Lungenhochdruck sprechen: Tipps für Angehörige

12. Juni 2019

Eine chronische Erkrankung wie Lungenhochdruck verändert die Alltagssituation deutlich. Auch die Kommunikation kann darunter leiden. Wie spricht man über die Erkrankung, über Ängste, Hoffnungen und persönliche Grenzen? Wir geben Ihnen wichtige Tipps, um im Gespräch zu bleiben.

Gespräche anbieten, aber Grenzen akzeptieren

Besonders in der ersten Phase nach der Diagnose tun sich viele Patientinnen und Patienten schwer, über ihre Erkrankung zu sprechen. Sie müssen zunächst selbst verstehen, was diese neue Situation für sie bedeutet und finden vielleicht noch keine Worte dafür. Akzeptieren Sie, wenn Ihr Angehöriger momentan nicht über die Erkrankung sprechen möchte, er oder sie sollte selbst über den richtigen Zeitpunkt entscheiden dürfen. Seien Sie deshalb geduldig, aber signalisieren Sie Gesprächsbereitschaft.

Kein Mitleid, bitte!

Die meisten Menschen mit einer chronischen Erkrankung wollen zwar verstanden, aber nicht ständig bemitleidet werden. Achten Sie deshalb in Ihrer Sprache, als auch in Ihrer nonverbalen Kommunikation darauf, sich mit Mitleid eher zurückzuhalten. Dazu sei auch gesagt: Es gibt einen großen Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl:

  • Mitgefühl bedeutet, sich in den anderen hineinfühlen zu können. Es ist konstruktiv und schafft Nähe und gegenseitiges Verständnis. Sie begegnen sich dabei auf Augenhöhe.
  • Mitleid bedeutet hingegen, selbst Leid zu empfinden und den anderen herabzusetzen. Es sorgt bei Ihrem Gegenüber für Gefühle der Schwäche und ist in der Kommunikation daher nicht hilfreich.

Ich-Botschaften senden

Nicht nur die Patientin oder der Patient, auch Sie als Angehörige sind von der Erkrankung mitbetroffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen gut kommunizieren. Am besten gelingt dies, wenn Sie Ich-Botschaften verwenden. Hierbei stellen Sie nicht das Handeln des anderen in den Vordergrund, sondern Ihre eigenen Gefühle. Ein Beispiel:

Du-Botschaft: „Du sprichst ja nie mit mir!“

Ich-Botschaft „Ich fühle mich zurückgesetzt, wenn du dich nicht mit mir austauschst.“

Die Du-Botschaft enthält einen Vorwurf, während die Ich-Botschaft Nähe zulässt. Mit dieser Technik benennen Sie Ihre eigenen Emotionen und das ist ein guter Aufhänger für weitere Gespräche.

Zuhören und Rückfragen stellen

Gerade bei emotionalen Gesprächen ist es wichtig, genau zuzuhören. Es ist nicht nötig, dass Sie selbst viel reden, einfach hier zu sein und zuzuhören ist schon genug. So hören Sie aktiv zu:

  • Achten Sie auf die Wortwahl und auch auf die nonverbalen Signale Ihres Gegenübers. Richten Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf sie oder ihn.
  • Halten Sie sich mit eigenen Äußerungen zunächst zurück und lassen Sie sie oder ihn ausreden. Achten Sie dabei auch auf Ihre eigene Körpersprache: Wenn Sie ungeduldig wirken, bekommt Ihr Gesprächspartner das mit.
  • Stellen Sie Verständnisfragen und fassen Sie die wichtigsten Punkte des Gesagten noch einmal kurz zusammen. So gehen Sie sicher, dass Sie alles richtig verstanden haben.

Weitere Kommunikationstipps finden Sie auf selpers.com im kostenlosen Kurs „Lungenhochdruck und Angehörige“.

Weiterführende Links

  • https://selpers.com/lektion/lungenhochdruck-und-angehoerige-kommunikation/
  • http://www.dr-mueck.de/HM_Kommunikation/HM_Kommunikationstipps.htm
  • https://www.zeit.de/karriere/2016-02/aktives-zuhoeren-kommunikation-verbesserung/seite-2

Die angegebenen weiterführenden Links sowie die darin angezeigten Verlinkungen liegen nicht in der Verantwortung von „ruhig atmen“, daher kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden.

BLOG 23/ 2019



SUCHE


ruhig atmen – das Magazin


Magazin Ruhig Atmen 2019/2

Jetzt kostenlos bestellen


© ruhig atmen | Konzeption & Realisation speedy space

© Janssen-Cilag Pharma GmbH 2019. Alle Rechte vorbehalten.

Mit dem Benutzen dieser Website erklären Sie sich mit unseren Nutzungs - und Haftungsbedingungen sowie unserer Datenschutzerklärung einverstanden. Informieren Sie sich über unsere Cookie Policy.
Diese Website wird von Janssen-Cilag Pharma GmbH, Vorgartenstraße 206B, 1020 Wien veröffentlicht, die die alleinige Verantwortung für den Inhalt trägt (Impressum).
Sie richtet sich ausschließlich an Benutzer in Österreich.

Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2019

Vorlese-Funktion Bewerbung