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Vorsorge – finanzielle Absicherung bei der Diagnose Lungenhochdruck

Vorsorge – finanzielle Absicherung bei der Diagnose Lungenhochdruck

12. August 2019

Die Diagnose Lungenhochdruck bringt nicht nur gesundheitliche, sondern häufig auch finanzielle Folgen mit sich: Die Möglichkeiten zu arbeiten sind eingeschränkt, gleichzeitig werden jedoch mehr Hilfen nötig. Sorgen Sie nach der Diagnose deshalb so schnell wie möglich vor, um sich finanziell abzusichern. Es gibt einige Hilfen, welche Sie beantragen können.

  • Kündigungsschutz durch Behindertenausweis

Auch wenn Sie vielleicht einen inneren Widerstand dagegen haben: Bei Lungenhochdruck ab Klasse III (NYHA-Klassifikation) sollten Sie sofort nach der Diagnosestellung einen Behindertengrad von mehr als 50 % beantragen. Der große Vorteil dabei: Schon von der Antragstellung an bedeutet das einen Kündigungsschutz für Sie. Dieser kann in der Zukunft für Ihre finanzielle Absicherung sehr wichtig sein. Für viele andere Hilfen ist der Behindertenausweis sogar Voraussetzung. Den Antrag stellen Sie beim Bundessozialamt.

  • Pflegegeld für Hilfen im Alltag

Jeder pflegebedürftige Mensch in Österreich hat Anspruch auf Pflegegeld. Dies gilt auch dann, wenn Sie noch berufstätig sind. Voraussetzung ist, dass ein ständiger Hilfe- oder Betreuungsbedarf aufgrund einer Behinderung vorliegt und, dass der Pflegebedarf bei mindestens 50 Stunden pro Monat liegt. Welche Pflegegeldstufe Ihnen gewährt wird entscheidet die zuständige Stelle mittels eines ärztlichen Sachverständigengutachten. Im Gegensatz zu manchen anderen Leistungen ist das Pflegegeld unabhängig von Ihrem Einkommen.

  • Unterstützung durch die Heimhilfe

Brauchen Sie nur hin und wieder Hilfe bei der Körperpflege, beim Einkaufen oder anderen Alltagsaufgaben? Dann können Sie Unterstützung durch die Heimhilfe beantragen. Diese kommt ein- oder mehrmals pro Woche zu Ihnen nach Hause. Die Kosten werden in einer Höhe von bis zu 19 Euro pro Stunde übernommen. Wie viel Kostenbeitrag Sie erhalten, hängt unter anderem von Ihrem Einkommen und Ihrem persönlichen Bedarf ab. Den Antrag dafür können Sie beim Fonds Soziales Wien am Beratungszentrum für Pflege und Betreuung stellen.

  • Finanzielle Hilfe für Ihren Beruf

Wenn Sie weiterhin einer Arbeit nachgehen, aber aufgrund Ihrer Erkrankung nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können, dann haben Sie die Möglichkeit eine Mobilitätsförderung oder einen Fahrtkostenersatz in Anspruch zu nehmen. Wenden Sie sich dafür an den Sozialministeriumsservice (https://www.sozialministeriumservice.at/). Fahrtkosten zum Arzt oder zu Therapiemaßnahmen werden in den meisten Fällen von der Krankenkasse gedeckt.

  • Förderung zum Umbau Ihrer Wohnung

Möglicherweise sind aufgrund Ihrer Erkrankung Umbaumaßnahmen in Ihrem Wohnbereich notwendig. Für einen solchen Umbau können Sie ebenfalls Förderungen beantragen. Dies gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentümer von Wohnungen oder Eigenheimen. Förderbar ist zum Beispiel der Einbau eines Treppenlifts, der behindertengerechte Umbau des Bades oder die Verbreiterung von Türen. Wichtig ist, dass Sie sich vor Beginn der Arbeiten genau erkundigen, welche Förderungen Sie beantragen können und welche Unterlagen Sie dafür einreichen müssen.

  • Individuelle Beratung ist wichtig

Neben den genannten gibt es noch viele weitere Unterstützungsmöglichkeiten, welche in Ihrem Fall relevant sein könnten. Leider kann man sich in diesem Papier-Dschungel leicht verlaufen. Individuelle Beratungen können Sie bei Selbsthilfegruppen bekommen. Hier können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungswerten profitieren. Lassen Sie sich beraten, um alle wichtigen Hilfen und Möglichkeiten zu kennen. In Österreich ist das vor allem die Initiative PH Austria (https://www.lungenhochdruck.at/), in Deutschland die Pulmonale Hypertonie Selbsthilfe (http://pulmonale-hypertonie-selbsthilfe.de) und in der Schweiz der Schweizer PH-Verein (https://www.lungenhochdruck.ch).

Weiterführende Links:

https://www.lungenhochdruck.at/fur-patienten/soziale-hilfestellung/

https://www.lungenhochdruck.at/fur-patienten/soziale-hilfestellung/pflegegeld/

https://www.lungenhochdruck.at/wp-content/uploads/2012/02/Sozialfolder.pdf

 

Die angegebenen weiterführenden Links sowie die darin angezeigten Verlinkungen liegen nicht in der Verantwortung von „ruhig atmen“, daher kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden.

 

BLOG 31/ 2019



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Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2019

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