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Lungenhochdruck
Was ist Endothelin und welche Rolle spielt es bei Lungenhochdruck?

Was ist Endothelin und welche Rolle spielt es bei Lungenhochdruck?

27. August 2018

Das Hormon Endothelin spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Lungenhochdruck. Dies machen sich bestimmte Medikamente, die Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) zu Nutze.

Was ist Endothelin?

Der Mensch besitzt drei verschiedene Hormone, die zur Gruppe der Endotheline gehören. Sie werden Endothelin-1, Endothelin-2 und Endothelin-3 genannt.

Spricht man bei Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie) von Endothelin, ist in aller Regel das Endothelin-1 gemeint. Endothelin-1 wird vorwiegend von Zellen der innersten Wandschichte der Blutgefäße gebildet und entfaltet seine Wirkung im Herz-Kreislauf-System. Es führt zu einer Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion) und folglich einer Drucksteigerung im Gefäßsystem. Als Teil der natürlichen Blutdruckregulation ist Endothelin-1 sehr wichtig, ist jedoch zu viel Endothelin-1 vorhanden, kann das zu verschiedenen Erkrankungen führen – unter anderem zu Lungenhochdruck.

Endothelin-1 verändert aber auch die Gefäße. Es aktiviert bestimmte biochemische Vorgänge in den Zellen der Lungenarterien. Dadurch kommt es zum sogenannten Remodeling, einer Verdickung der Gefäßwand, was wiederum aufgrund eines verringerten Durchflusses zur Blutdruckerhöhung beiträgt. Außerdem verlieren die Gefäßwände an Elastizität, was zu einer Verschlechterung der Erkrankung beiträgt.

Endothelin als Ziel der Therapie bei Lungenhochdruck

Die Forschung an Endothelin-1 brachte nicht nur viele Erkenntnisse über die Entstehung und das Fortschreiten von Lungenhochdruck, sie führte auch zu neuen Therapieansätzen.

Endothelin-1 gehört zu den stärksten bekannten gefäßverengenden Substanzen. Das Hormon wirkt dabei über Rezeptoren, das sind Stellen, an denen Endothelin andocken kann. Daraufhin wird eine Kaskade verschiedener Reaktionen in Gang gesetzt, welche die Gefäße verengen und mit der Zeit auch strukturell verändern. Diesen Mechanismus machen sich Therapien zu Nutze, die genau diese Rezeptoren blockieren, sodass Endothelin-1 nicht mehr (oder nicht mehr so stark) im Lungenkreislauf wirken kann. Entsprechende Medikamente werden Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (kurz ERA) genannt.

 

Quellen:

  • Rubin LJ. Endothelin receptor antagonists for the treatment of pulmonary artery hypertension. Life Sci. 2012 Oct 15;91(13-14):517-21.

BLOG 35 / 2018



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Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2018

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